- Iran, Hamas, Hisbollah und Huthi wollen die Vernichtung von Israel. Aber Israel ist nicht bereit, sich einer zweiten Shoa kampflos zu fügen.
- Israel möchte Hamas und Hisbollah vernichten, aber auch wenn man Menschen tötet, die Ideen von Hamas und Hisbollah lassen sich nicht ausradieren, genauso wie auch heute noch Menschen Hitler und den Nationalsozialismus verehren.
- Hamas und Hisbollah (sowie Iran und Huthi) können keinen Frieden mit Israel schließen, auch wenn es zu einer territorialen Einigung käme (2-Staaten-Lösung), weil sie damit ihre einzige Legitimation für ihre Existenz aufgeben würden.
- Israel kann keinen Frieden schließen, weil Frieden territoriale Zugeständnisse verlangen würde, also die Aufgabe bisher besetzter Gebiete.
- Eine Ein-Staatenlösung würde die Aufgabe besetzter Gebiete vermeiden, aber zu einem Zusammenleben der verschiedenen Bevölkerungsgruppen mit gleichen Bürgerrechten zwingen. Dies erscheint angesichts der wechselseitigen Erfahrungen seit 1948 und des erheblichen Anteils von Extremisten innerhalb der beiden größten Bevölkerungsgruppen (Juden und Muslime/Araber) unrealistisch.
- Der Versuch der Vertreibung des jüdischen Bevölkerungsanteils würde zu einem militärischen Konflikt führen, der nicht nur die angrenzenden Staaten katastrophal im Mitleidenschaft ziehen würde. Zudem versteht sich Israel als Heimstatt aller Juden, es gibt keine andere Region auf der Erde, die historisch einmal einen jüdischen Staat beheimatet hat, und somit als ein Israel 2.0 sowohl von Juden als auch dem Rest der Welt akzeptiert würde.
- Eine Vertreibung des arabischen Bevölkerungsteils wäre denkbar, wenn die benachbarten Staaten (Libanon, Syrien, Jordanien und Ägypten) ihre Weigerung, palästinensische Flüchtlinge zu integrieren, aufgeben würden. Eine Integration wäre allerdings schwer vorstellbar angesichts der teilweise selbst verschuldeten historischen Erfahrungen von Libanon und Jordanien, wo die Anwesenheit von palästinensischen Flüchtlingen zu massiven gesellschaftlichen Konflikten führte. Eine Vertreibung in andere Weltregionen ist aus den gleichen Gründen undenkbar wie dies bei einer Vertreibung der jüdischen Bevölkerung aus Israel wäre.
Zudem würde eine solche Vertreibung (euphemistisch Umsiedlung) zu einer langfristigen Befriedung nur im Zusammenhang mit einem umfassenden Aussöhnungsprozess funktionieren, der sowohl die Shoa als historisches Fakt, als auch die Erfahrungen der Palästinenser seit Gründung des Staates Israel akzeptiert. Eine vergleichbare Aussöhnung nach dem zweiten Weltkrieg hat nur funktioniert, indem (West)Deutschland die totale militärische Niederlage sowie die Schuld am zweiten Weltkrieg akzeptiert hat. Allerdings ist eine Vertreibung der arabischen Bevölkerung nur unter massiven militärischen Einsatz vorstellbar, was alle Voraussetzungen für eine wünschenswerte Aussöhnung untergraben würde. Solange sich Juden und Muslime/Araber jeweils als Opfer und nicht als Täter (die Leiden der Väter und Mütter rechtfertigen nicht die Taten der Söhne und Töchter) verstehen ist eine Lösung des sogenannten Nahost-Konflikts nicht denkbar.
...zufällige Gedanken zu verschiedenen Themen, die nicht nur mit Hannover, Musik, Punk, Politik zu tun haben ...
22.4.26
Keine Lösung für Palästina
Abonnieren
Kommentare zum Post (Atom)
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen