Kurz nach dem Podcast mit meinem ehemaligen Mitmusiker entdeckte ich, dass in der gleichen Podcast-Serie auch Hollow Skai eingeladen wurde, als Teil seiner Promotion für das "Hey Ho, Let's Go!"-Buch. Dass Hollow uns auf dem verwendeten Portraitfoto den Mittelfinger entgegenstreckt finde ich nicht so prall, auch war der Podcast bezüglich der mich interessierenden Aspekte der hannoverschen Punk-Historie nicht sehr ergiebig. So möchte ich mich auf ein paar wenige Anmerkungen beschränken.
Interessanterweise nimmt die Diskussion, ob Hüsker Dü in Hannover aufgetreten sind - so wird es in dem Buch berichtet - oder nicht, doch einigen Raum ein. Laut einem der Interviewpartner waren aber nicht Hüsker Dü, sondern Nig-Heist die Vorgruppe von Black Flag am 10.6.1984 in der Kornstraße, auch wenn Hüsker Dü auf den damaligen Tourneeplakaten auftaucht (im Internet kann man hier, hier und hier mehr dazu lesen).
An anderer Stelle fiel der Name "Süßkind" als angebliches Mitglied von Der Moderne Man. Tatsächlich aber war er Bassist bei Kosmonautentraum und Melodica-Spieler auf der "Subnarcotic"-LP der 39 Clocks (und auf der "Ach Hannover"-MC wirkte er bei Die Unsichtbaren Hand mit).
Dass ich mal im Muzak geschrieben hab, dass Hollow Skai Haarsausfall hat, daran konnte ich mich nicht erinnern, Stimmt aber, im Heft 5 von 1979 zeigt eine ganze Seite Fotos vom (einzigen?) Auftritt von Tiny Trash Und Die Neue Welt (mit E.A. Wehmer am Schlagzeug, Mattus am Bass und Locke an der Gitarre, Fotos von Andreas Kühne) - und dazwischen in ausgeschnittenen Buchstaben "SCHRECKlich! hollow SkAI HAT haarausFall!". Bei einem kurzen Scan durch mehrere Muzak-Ausgaben entdeckte ich auch wiederholte Nickeligkeiten meinerseits in Bezug auf Hollow/Holger Postscheck - ich vermute das beruhte ursprünglich auf einer Anmerkung im No Fun, dass Muzak ein No Fun-Abklatsch sei. Ich glaube, dass müssen wir beide mal therapeutisch aufarbeiten.
Ansonsten hätte mich eine Erwähnung des ersten No Fun-Festivals von Ende 1978 gefreut. Und wann die Ton-Cooperative Hannover ihr Studio in der Kornstraße hatte müsste ich mal nachforschen, ich kenne nur den Standort in der Hildesheimer Straße. Und angefangen hat die TonCoop laut discogs in Barsinghausen, obwohl die erste Kontaktadresse Hudeplan 12 in Hannover-Borum war.

Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen