...zufällige Gedanken zu verschiedenen Themen, die nicht nur mit Hannover, Musik, Punk, Politik zu tun haben ...
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2.2.17
17.6.15
Francois Aulong
Und noch eine Cassette - oder wie die Franzosen schreiben: K7 - von Francois Aulong, von dem ihr in der Oktober 2014-Sendung von Radio Brotbeutel ein Stück hören konntet:
Francois Aulong
forever / la mautress du metro / l’assisateur / za turbation / si t’as rien à faire / zai zai / what do you say / f# / sans titre / sans titre / everything is possible / sans titre / sans titre / sans titre / sans titre
MC, C-60, self-released (
9.6.15
Mitch Friedman - Pop Corn
Auch von Mitch Friedman habt ihr in der Radio Brotbeutel-Sendung im Oktober 2014 3 kurze Stücke gehört:
Mitch Friedman – Pop Corn
when i was your age ('84 - '85): hello hello / pure imagination / intestines / boan-ga-loar / hong kong cooks / car rap / ribbons & bows / taste / d.w.i. / assassinational / eulogy soliloquy / once / pop the question / summer morning, i'm due / dear so & so / the pratt family / bouncing baby / blues in my beer / kenny's cleanser / sleepless / swinging on the family tree / neon moon / bad magician / the frank sonata / swear to god / funky slaveboat / it's instrumental... / reach by speech / scrap (collected bits from 1/84 thru 4/87, including: never ner know / turtle cowboy tango / insipid / guest voices: doug miller, andy partridge, bryna friedman) // excuse me ('85 - '87): alley catwalk / pearl / 666-luck (1) / don't hold a grudge / happy birthday / you take the cake / instant medley / quick traffic / grand central station / montreal canda blues / 666-luck (2) / one side at a time / extreme happiness / pip squeak / lango's theme from 'rampage of the crayfish children' / chainsaw séance / whirlybird / the oriental shuffle / harmonica flats / jungle machine / shedding one's tread / the people's choice / 666-luck (3) / resume play
all pieces written & performed by mitch friedman except: a2(leslie bricusse/anthony newley), b2(andy partridge), b5(traditional), b7(irving berlin/ray davies/noel coward/frank de vol/?), b10 (eddie murray) / a28 doug miller: mouth sounds / mitch friedman is proficient at zero musical instruments / recorded in schenectady & woodmere, ny MC, C-90, self-released, 1987 (download)
Mitch Friedman – Pop Corn
when i was your age ('84 - '85): hello hello / pure imagination / intestines / boan-ga-loar / hong kong cooks / car rap / ribbons & bows / taste / d.w.i. / assassinational / eulogy soliloquy / once / pop the question / summer morning, i'm due / dear so & so / the pratt family / bouncing baby / blues in my beer / kenny's cleanser / sleepless / swinging on the family tree / neon moon / bad magician / the frank sonata / swear to god / funky slaveboat / it's instrumental... / reach by speech / scrap (collected bits from 1/84 thru 4/87, including: never ner know / turtle cowboy tango / insipid / guest voices: doug miller, andy partridge, bryna friedman) // excuse me ('85 - '87): alley catwalk / pearl / 666-luck (1) / don't hold a grudge / happy birthday / you take the cake / instant medley / quick traffic / grand central station / montreal canda blues / 666-luck (2) / one side at a time / extreme happiness / pip squeak / lango's theme from 'rampage of the crayfish children' / chainsaw séance / whirlybird / the oriental shuffle / harmonica flats / jungle machine / shedding one's tread / the people's choice / 666-luck (3) / resume play
all pieces written & performed by mitch friedman except: a2(leslie bricusse/anthony newley), b2(andy partridge), b5(traditional), b7(irving berlin/ray davies/noel coward/frank de vol/?), b10 (eddie murray) / a28 doug miller: mouth sounds / mitch friedman is proficient at zero musical instruments / recorded in schenectady & woodmere, ny MC, C-90, self-released, 1987 (
5.6.15
R. Andrew Exile - Catharsis
Eine zweite Cassette von R.Andrew Exile. Übrigens waren auch in den Brotbeutel-Sendungen vom November 2014 und Dezember 2014 waren Coverversionen von XTC-Titeln und Musik ihrer Fans zu hören:
r.andrew exile – catharsis
Stitches Lazyfair / Monkey Wrench / Jamaica Cake / Tuesdane (the day after) / Breathing With Mary / (In Search Of) My Favorite Hairdo // Could Be You / The Outlet / Beehive / Hypoxia / Tempest/Town / Downhill
written, performed and produced by r. andrew exile / engineered by Tech Savory / recorded at shrouded room mobile studio / drums on "Monkey Wrench": Scott Matthews / all samples used entirely without consent
MC, C-60, ersatz records and tapes RMA 3, 1992 (download)
r.andrew exile – catharsis
Stitches Lazyfair / Monkey Wrench / Jamaica Cake / Tuesdane (the day after) / Breathing With Mary / (In Search Of) My Favorite Hairdo // Could Be You / The Outlet / Beehive / Hypoxia / Tempest/Town / Downhill
written, performed and produced by r. andrew exile / engineered by Tech Savory / recorded at shrouded room mobile studio / drums on "Monkey Wrench": Scott Matthews / all samples used entirely without consent
MC, C-60, ersatz records and tapes RMA 3, 1992 (
1.6.15
R. Andrew Exile - Umbra
Eine weitere Cassette, von der ein Titel in der Radio Brotbeutel-Sendung im Oktober 2014 zu hören war:
R.Andrew Exile – Umbra
crack in the ceiling / the conversation / wound too tight / constant / ghost dance // 2.Seite leer
all tracks – exile (c) 1986 shrouded room music / drums 1-3: the perfesser / bass 1: the engineer / the rest: RAE / recorded (mostley) at shrouded room new britain, ct / mixed at the box s winsor, ct / produced by Rick McNamara / featured guests Harry Toupee & the Headless Choirboys , Ssalg Pilihp, 4 or 5 Crazy Guys / this recording (p) 1986
MC, C-60, ersatz records and tapes RMA 1, 1986 (download)
R.Andrew Exile – Umbra
crack in the ceiling / the conversation / wound too tight / constant / ghost dance // 2.Seite leer
all tracks – exile (c) 1986 shrouded room music / drums 1-3: the perfesser / bass 1: the engineer / the rest: RAE / recorded (mostley) at shrouded room new britain, ct / mixed at the box s winsor, ct / produced by Rick McNamara / featured guests Harry Toupee & the Headless Choirboys , Ssalg Pilihp, 4 or 5 Crazy Guys / this recording (p) 1986
MC, C-60, ersatz records and tapes RMA 1, 1986 (
25.5.15
Banood - Mind that parcel
Banood - mind that parcel....
It Didn’t Seem Like a Good Idea (Bain-Sander) / Broke Into My House (Bain-Sander) / The Host (Safety) (Bain-Sander) // Mistress T (Yudcovitch) / Berkely Gate (Bain-Sander) / Practical Love (Bain-Sander)
MC, C-30, self-released, 1986 (
28.12.11
Wie Korea geteilt wurde...

Wie Korea geteilt wurde... und warum dies heute noch ein Tabu ist. Eine Sendung von WDR 5 vom 17.2.1998 (
Wieder eine Cassette, die ich im öffentlichen Bücherschrank an der Marktkirche gefunden habe. Normalerweise höre ich mir die Cassetten einfach an und dann ab in die Kiste. Manchmal aber ist die Aufnahme kaum zu hören, also wird die Cassette gerippt und am Rechner die Aufnahme in den hörbaren Bereich gezogen. Damit die Arbeit sich lohnt und ich auch meinen Blog füllen kann wird sie dann auch gepostet (und außerdem ist gerade heute die Beerdigung von Kim Jong-il, da dürfte ein gewisses Interesse an den historischen Wurzeln der Teilung der koreanischen Halbinsel bestehen...)
PS: Die gefundene Cassette war ursprünglich eine Veröffentlichung von "Stimme der Hoffnung, Am Elfengrund 66, D-6100 Darmstadt 13", dem Medienzentrum der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten. Auf der Rückseite der Cassette steht ausdrücklich "Überspielen dieser Aufnahmen ist nicht gestattet!", was bekanntermaßen hier nicht geholfen hat. Weshalb der ursprüngliche Inhalt der Cassette bei der GEMA angemeldet wurde kann ich daher nicht sagen...
PPS: Nordkorea heißt ja eigentlich "Demokratische Volksrepublik Korea", während Südkorea sich mit dem Staatsnamen "Republik Korea" zufrieden gibt. Wie üblich ist bei solchen ähnlich klingenden Staatsnamen der besonders die Demokratie hervorhebende der kommunistische, so wie bei Deutsche Demokratische Republik und Bundesrepublik Deutschland. Eine ähnliche Namensdoppelung gibt es auch im Kongo, hat aber offenbar keinen solchen Hintergrund, zumal im Afrika Länder von heute auf morgen kommunistisch werden können oder sich wieder davon lossagen. Nördlich des Flusses Kongo liegt die "Republik Kongo", südlich die "Demokratische Republik Kongo". Ihre Hauptstädte Brazzaville und Kinshasa liegen sich genau gegenüber am Kongo, weshalb man in den 1960er Jahren auch von Kongo-Brazzaville, bzw. Kongo-Kinshasa sprach. Die ehemals belgische Kolonie - der Norden war französiche Kolonie - nannte sich ab 1971 "Zaire", ein Name, der den meisten (vielleicht auch ein paar Amerikanern, schließlich gab es dort den legendären "Rumble in the Jungle", von Johnny Wakelin in dem Song "In Zaire" verewigt) geläufig sein dürfte, weshalb ich in der Datenbank hinter den Staatsnamen immer noch ein "(ehem. Zaire)" dahintersetze. Die wechselvolle Geschichte der Namen beider Staaten wird übrigens übersichtlich in der Wikipedia dargestellt ...
26.12.11
bibelstudium

Montage aus gefundenen Cassetten-Aufnahmen: a) "Mist, ich habe die falsche Taste gedrückt und so einen Teil eines interessanten Bibelvortrags gelöscht", b) nicht mit interessanter Schulfunksendung über den Fußballkrieg überspielter Rest einer Bibelauslegung über das Tier aus dem Meer (10:16)
24.12.11
ein heilungsweg

aus der MC "Ein Heilungsweg. Ein Lebenshilfekonzept" (Vortrag, April/Mai 1991)
So Franz, jetzt ist es überstanden ... und tatsächlich ist auch etwas hängen geblieben: Zeit heilt alle Wunden? Falsch, Zeit vernarbt, kehrt unter den Teppich, aber heilt nicht! Doch muß ich dazu mein aktuelles Lebensthema ausatmen?
26.11.11
wesen der dunkelheit
20.11.11
esoterischer umweltschutz
11.11.11
Wahrheit macht frei
7.11.11
hassender lärm
26.4.11
Meine Seele war schwarz von Fliegen
Eine sehr berührende Vertonung des Tagebuchs des russischen Fremdarbeiters Wassilij Baranow über seine Zeit bei den Erla-Werken bei Leipzig während des 2. Weltkriegs. Das Tagebuch geht vom 3.9.1943 bis 21.1.1944, danach brechen die Einträge wegen Erschöpfung und Verzweiflung ab. Gefunden auf einer Cassette, die jemand in den öffentlichen Bücherschrank an der Marktkirche in Hannover gelegt hatte...Weitere Infos zu der Hörspielproduktion hier und hier. Mehr Tondokumente über den Nationalsozialismus bei mutantenmelodien ...
Meine Seele war schwarz von Fliegen. Das Tagebuch des Ostarbeiters Wassilij Baranow
Eine Produktion des Süd-West-Funks mit dem Mitteldeutschen Rundfunk, 1993 (
18.4.11
Crassfish – Trzoda
Crassfish waren mehrfach in Polen auf Tournee (Tourneebericht von 1997 hier). Weshalb es den Plan gab die 12 Studioaufnahmen von 1994/95 dort als Cassette zu veröffentlichen. Keine Ahnung warum das nicht geklappt hat. Möglicherweise, weil die Band nicht mit allen Mixen der Aufnahmen von 1995 zufrieden war, die wegen Terminschwierigkeiten allein vom Mixer, der sich nach eigenen Angaben dabei betrank, fertiggestellt wurden. Nur der erste, noch mit der Band gemeinsam abgemischte Song, "Life Is Brutal" wurde dann auf der CD "Chaostage – Grüße aus Hannover" 1996 veröffentlicht (1999 macht Crassfish weitere Studioaufnahmen für die geplante CD "Narcotic", aber das Projekt wurde vor dem endgültigen Abmischen von der Sängerin gecancelt, die Band selbst löste sich eineinhalb Jahre nach dem letzten Konzert im Herbst 2000 auf). Hier nun die Zusammenstellung der Tracks der geplanten Cassette aus den existierenden Mixen. "Trzoda" ist übrigens polnisch und heißt meiner Erinnerung nach umgangssprachlich so was wie "Scheiße", deshalb auch das Foto vom geplünderten Penny-Markt von den Chaostagen 1995 als Cover.Crassfish "Trzoda"
Vive Bien / La Gente Decente / Alucinando / I Wanna Be Alone / Contigo / Dime Cuando // Life Is Brutal / Los Buenos Amigos / You Know What I Feel / Mira Que Es De Mi / That's Nothing New That I Should Know / La Bamba
Crissi – vocals/Martin – guitar/H.Bohmte – bass,vocals/Stefan – drums
recorded and mixed in September 95 in Hafenstudio Hannover by Krösus außer tracks 1/2/4/6/9 recorded and mixed 01-03.10.94 in Elrond’s House Studio Düsseldorf by Gerald Meyer
MC, unveröffentlicht/1995 (
14.4.11
Deutschland - Schneller, Höher, Weiter
Auf Grund mehrfacher Bitten hier eine MC von Spargel-Tapes, allerdings gerippt von einer Kopie des originalen Konzertmitschnitts und nicht geschnitten. Deutschland waren eine Punk-Band aus Hannover, die meines Wissens nur ein einziges Mal auftrat. Die beste Beschreibung der Band hat Klaus Abelmann in seinem Artikel "Alles, was Sie schon immer über Punk wissen wollten" verfasst:Hier treffe ich auch Hutflash, den Gitarristen von DEUTSCHLAND, allerdings will der kein Bier, sondern Eismoritze, Nougatwürtel und ähnliche Leckereien, denn die Deutschländer verabscheuen Alkohol. (Trotzdem wissen sie mehr über Drogenmißbrauch als so mancher Freak.)Daneben fiel das Trio durch den ausufernden Gebrauch von Edding-Filzstiften und den Slogan "Heißmeiers Kinder" - die damals Thema einer Reportage des STERN waren - auf. Die Band existierte noch einige Jahre in ihrem Übungsraum in der Gummifabrik weiter, wo sie auch mit Synthesizern experimentierte. Wie die Lurkers klangen sie damals vermutlich nicht mehr.
Die Gruppe kokettiert überhaupt so ein bißchen mit ihrem Law&Order-Appeal (man beachte auch die kleinen Deutschlandfähnchen an ihren Revers). Hutflash erzählt mir, als ich ihn darauf anspreche, wie sie zu einer Anti-Faschisten-Demonstration in Hildesheim wollten, per Anhalter, und prompt ein Wagen hielt, besetzt mit zwei jungen Nationaldemokraten in Uniform und wie gut sie sich auf der Fahrt verstanden hätten, so politisch; so gut, daß sie eine Einladung zum Landesparteitag erhalten hätten. In Hildesheim sind sie natürlich nicht bis zum Demonstrationsort gekommen, sondern in der nächstgelegenen Spielhalle hängengeblieben, und sie haben Zigarren geraucht und Zimtkaugummi gegessen bis es dunkel wurde. Sie sagen selbst, daß sie verrückt sind und das Verrücktsein ist ihre Antwort auf den Vulgär-Anarchismus vieler Punx.
Deutschland "Schneller, Höher, Weiter"
Spaß-Musik/Hijacking/Kleines Mädchen/Samenbank/DDT/Sexobjekt//Recht & Ordnung/DDT/DDT/Sexobjekt
Andreas Hutfleß - g,ges/Andreas Pessel – b,ges/Andreas Killat - schlgz
live 13.6.80, Werkstatt Odem Hannover, aufgenommen von terror film&ton gmbh
MC/Spargel Tapes schubidu 8/1984
+ 3 Fanzine-Ausschnitte aus Spargel/Gegendarstellung/Bericht Der U.N.-Menschenrechtskommission Über Menschenrechtsverletzungen In Der Bundesrepublik Deutschland (
10.4.11
The Twodays - Live For Twoday
Über die Twodays habe ich fast keine Informationen außer dass ihre Cassette im Mai 1986 über diverse bekannt- und verwandtschaftliche Verbindungen zu mir fand. Ich vermute, die Band existierte irgendwo im (weiteren?) Umland von Hamburg, und ob sie je auftrat? Aber das Trio hat eine knackige Sammlung von Mod-Rock-Stücken hinterlassen. Freunde der Profis könnten hieran Gefallen finden.The Twodays "Live For Twoday"
All I Ever Do 2:37 / Berlin Skies 2:50 / Hör Zu 3:36 / Time 2:38 / 2day 3:39 / On My Own 3:02 / Mad Sun 2:31 // I Don't Care 3:09 / The Producer 2:55 / Education 3:42 / Going Now 2:56 / I'll Be Yours 3:19 / Charming Touch 3:13
Hölk – Bass, Guitar / Völk – Drums and Bell / Ans – Guitar, Bass and Vocals
MC, 1986(?) (download)
6.4.11
Storemage - with New Sadig's
Die zweite Storemage-MC von 1987 ist ein deutlicher Schritt nach vorne und fand auch glaube ich eine deutlich größere Verbreitung (ja, damals gab es Plattenläden, die auch Musikcassetten verkauften). 3 der 4 Titel sind auch auf der Storemage-Box zu finden, aber ob dies auch für die Version von "Childrens in the Playground" gilt entzieht sich meiner Kenntnis. Auch hier ein Rip von der MC, die ich ebenfalls vor einigen Jahren auf dem Flohmarkt gefunden habe.Storemage "with New Sadig's"
Childrens in the Playground 4:18 / Free Love 5:27 // Symtoms Gone 3:38 / Propaganda Girls 4:58 (
2.4.11
Storemage - Molochs ét Golems
Ich hoffe, dass ich über Ostern endlich mal dazu komme, das was ich als MP3s hier seit durchschnittlich einem Jahr auf meinem Rechner rumliegen habe, auch zu posten, aber da ist noch einiges zu recherchieren und Bilder zu bearbeiten (was schon mal einen Hinweis darauf gibt, dass es sich zumeist nicht um ndW-Sachen handelt – übrigens habe ich die leise Vermutung, dass so manchem Blog (wie z.B. Happy New Wave) die Luft ausgeht nicht nur wegen der fehlenden Kommentare, sondern auch weil irgendwann die Highlights der eigenen Sammlung abgearbeitet sind und wer will sich schon die Mühe machen, das uninteressante Mittelmaß zu rippen und zu posten – es sein denn jemand hat einen Wunsch, den man erfüllen könnte – in diesem Sinne erwarte ich Eure Kommentare). Hier erst mal etwas, was ich so auf den eigenen Gehirnwindungen spontan halbinformiert kommentieren kann:Storemage – keine Ahnung wie der Name richtige ausgesprochen wird – war eine Wave-Band aus Hannover von ca. Mitte der 1980er bis Mitte der 1990er Jahre, die 3 LPs/CDs (plus die üblichen Singles/MCs/Sampler-Beiträge) veröffentlichte und ich glaube auch die BRD mehrmals rauf und runter getourt ist, ohne wirklich den Durchbruch zu schaffen, bevor sich die Band trennte und der Sänger und Gitarrist Kürsche eine Solokarriere eingeschlagen hat, die ihn immerhin ins Vorprogramm der bekannten Hannoveraner Band "Raserei im Schlachthof" führte, aber wie Kürsche irgendwo mal selbst gesagt hat, wegen seines Gimmicks mit der Wollmütze (und den Hochwasserhosen) habe man ihn nie so richtig erst genommen und daher sei ihm nie der richtige Erfolg vergönnt gewesen. Vor 2 Jahren hat er sich hingesetzt und den musikalischen Nachlaß von Storemage in einer 2CD+DVD-Box versammelt. Da ich diese noch nicht besitze – die Band ist nicht wirklich meine Baustelle – kann ich auch nicht sagen, ob darauf ihre erste MC von 1986 zu finden ist. Dies hier ist jedenfalls ein Rip von der ersten Storemage-MC "Molochs ét Golems", die ich vor einigen Jahren auf dem Flohmarkt gefunden habe.
Storemage-MC "Molochs ét Golems"
Good voice 3:39 / Cold land 3:07 / Nobody knows 1:06 / Catch your... 3:10 / Without reason 5:11 / Propaganda girls 4:43 // Clichée (live) 5:56 / Little dog (live) 1:03 / Catterbox (live) 7:49 / Sweet killer (live) 5:23
MC, 1986 (
21.3.11
the holy grail
Der heilge Gral der deutschen Tape-Szene sind die 4 Musikcassetten, die 1981 von Beate Bartels (ex-Mania D.) und Chrislo Haas (ex-Deutsch Amerikanische Freundschaft) herausgebracht wurden. Die 4 Cassetten waren jeweils 10 Minuten lang und erschienen nur in einer Auflage je von 50 Stück. Musikalisch liegen sie zwischen DAF zur Zeit von "Die Kleinen und die Bösen" und den Liaisons Dangereuses - kennt irgendjemand nicht den Düster-Klassiker "Los niños del parque"? Die geringe Auflage führte dazu, dass zwar viele von den Cassetten gehört hatten, aber sie nur wenige gehört haben. 1998 gab es einen Vinyl-Bootleg, der auch nur eine geringe Auflage zu haben schien - oder ich war nur in den falschen Läden. Erste Hörproben gab es von gut 2 Jahren bei Franz Bielmeier im Rondo-Blog hier und hier. Und jetzt ist das ganze Material im Netz aufgetaucht, nämlich bei Electronic Orgy. Dort wird zwar behauptet, es handle sich um Demos der Liasons Dangereuses von 1981-1985, aber ein Abgleich mit discogs zeigt, dass es sich dabei um die CHBB-Tapes von 1981 handelt. Anhören! Jetzt!! Sofort!!! (Auch wenn die Dateien wohl nicht alle richtig betitelt sind.)
Warum es noch keine offizielle Wiederveröffentlichung der Bänder gibt entzieht sich meiner Kenntnis. Chrislo Haas starb 2004. Sind die Erben unbekannt? Oder hat Beate Bartels kein Interesse? Schließlich konnten die Frauen von Mania D. sich bisher auch nicht darüber einigen, ihre Aufnahmen wieder zu veröffentlichen. Und bleibt mein Mania D.-Mitschnitt vom 21.4.1980 wohl auf ewig ungehört:-(Update 2.8.2011:
Aus den Untiefen meines Rechners habe ich folgenden Text hervorgekramt aus einem Blog, der zwar noch existiert, aber diese Beitrag nicht mehr enthält:
(...) Mehr als mit den zu nennenden Namen und Bezügen ist mir Chrislo mit etwas vielleicht, aber nicht ganz Marginalem im Gedächtnis geblieben: Seinem Bassdrum-Schlag auf dem Korg. (Damals ein relativ günstiger, sich auch wegen seinem experimentellen [vulgo: auch für Dilettanten zugänglichen] Charakter - weit verbreitenden Synthesizer; die Module [je spannungsgesteuerte Oszillatoren, Filter, Verstärker, Hüllkurvengeneratoren usw.] waren mit simplen Steckverbindungen zu "routen" und damit nahe am allersten Moog, und d.h. hier: an der Physik des Klangs!)
Chrislo zeigte mir diesen Schlag damals auf seinem MS 50 in der Wohnung am Schadowplatz, wo die Basis Spuren zu Liaisons Dangereuses auf einer TEAC 8 Spur entstanden. Von den Korgs MS 50 hatte ich auch gleich zwei, man konnte sie gut auf den MS 20 (dem mit Keyboard) stellen, da drüber dann die Sequenzer.
Tatsächlich war ich schon selber auf diesen Schlag gestoßen, eine Art fetten, kurzen Peitschenhieb, ein Impulsschlag ohne viel tonale Anteile, mit kurzem Attack, der Filter schon über seinem Q-Punkt, und dann eine invertierte Hüllenspannung drauf... Zack. Geil!
Der Schlag war vielleicht sogar naheliegend gewesen (von Kraftwerk bis Depeche Mode benutzt ihn dann jeder). Aber ich hatte, obwohl früh dran, seine Eignung als Bassdrum nicht erkannt. Und das, weil ich teils eher an experimentelleren Rhythmusmustern interessiert gewesen war, teils weil ich nicht mal derart musikalisch dachte. (Weil ich auch keine Theorie oder auf die tonalen Erfindungen anzuwendenden Konzepte hatte, konnte ich sie auch nicht zu einer Deutlichkeit formen, die außerhalb meiner inneren Anklänge genügt hätte: so blieb ich meist im "Unhörbaren".)
An dem Abend kapierte ich dann auch, woher Chrislo zum Teil schöpfte: Von den "schwarzen" Grooves her. Er nannte mir damals Namen, von denen ich auch mal gehört hatte, die mir aber bisher als Insidergeraune, als eher subjektives Selbstauszeichnungsgehabe von Leuten vorgekommen war, die sich auf eben eine Besonderheit herausreden wollten. Ich wollte überhaupt keine Namen mehr, keine Besonderheiten, nur die Egalität des Klangs - ich hing noch an Minimal-Music und John Cage.
Chrislo hatte sich Fingerbewegungen für Triolen auf dem monophonen Korg abgeschaut und führte sie mir vor. Ich vermutete, da ginge es dann für ihn hin, auf die Weise wie die schwarzen Funk-Leute diese neuen elektronischen Spielzeuge einsetzten: Mit dem Mut zum grellen Effekt, zum Glamour auch, zum Spaß! Leider kam ich erst Jahre später, hauptsächlich durch zwei drei Platten von George Clinton auf diese Spur. (Von dem aus dann Generationen sich begründeten und immer noch hemmungslos klauen: "nothing but the dog in me".)
Und tatsächlich klangen die Rohspuren, die Chrislo mir an dem Abend in der Top-Wohnung an der Topadresse Schwadowplatz vorspielte - da drunter gab es nur anonyme Rechtsanwaltskanzeleien, die nachts leer standen: dieser kommerz-kaputte Ort, und in einem Eckchen nistet sich der künstlerische Aufbruch ein -, der Musik also, die dann später wegen ihrer simplen, infiniten Linearität als wegweisend umraunt wurde, als Vorläufer von Tekkno, fast brachial simpel: gebündelter, weniger hysterisch, aber nicht ganz unähnlich dem, was er bei Deutsch-Amerikanische-Freundschaft gemacht hatte. Das "schwarze" Element, der Groove, lag eben in der auf den Punkt gesetzten Formel, die repetitiv etwas Zwingendes erreichen konnte, über den kopflastigen, deutschen Umweg auf den rollenden Hüftpunkt zielte. Der amerikanische, tatsächlich soziale, der Black-Underground und der deutsche Maschinen-Simple-No Groove-Overground schlossen sich hier kurz. (Ich, der gegen sämtlich Musik-Importe aus den USA zu der Zeit relativ dicht gemacht hatte, meine mich jetzt zu erinnern, dass etwa zu der Zeit auch jemand die ersten Rap-Sachen aus NYC mitbrachte.)
Das also, dieser raumzeit-musikalische Nexus, ist für mich Chrislo, zumindest von meiner Auffassung der Idee seiner Musik her (hier natürlich auch nur sehr vereinfacht). Mit DAF denke ich ihn da schon nicht mehr zusammen. (Und, kann sein, ich unterbewerte damit die anderen Bandmitglieder von LD. Ich bin aber sicher, dass diese mächtigen Sequenzer-Muster tatsächlich die entscheidende Wirkmenge in dieser Musik darstellten: Das Tanz-Hypnotische, auf den Punkt gebrachte "Riffing", in dem der initialisierte, der "getriggerte" Körper zu sich kommt. „Los niños del parque“ läuft ja heute noch, und das Ding lebt eben genau davon.)
Weil ich damals ein stabiles Einkommen hatte, war ich, sonst nur eine Randfigur dieser Szenen, ein paar mal als Finanzier aufgetreten für Sachen, die mir gut gefielen. Die musikalischen Vorläufer von Liaisons Dangereuses war eine Kassettenserie "CHBB" mit der Länge C-10, also fünf Minuten pro Kassettenseite - Tape-Singles, die damals aufkamen -, die auch nur in einer Auflage von 50 Stück produziert wurden. Ein Set davon habe ich heute noch: Nicht nur damals herausragende kleine Audio-Preziosen in weitem Abstand zu dem, was sonst so gemacht wurde! (...)
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