Vor kurzem bin ich wieder über die Kolumne von Andreas Michalke in der Jungle World gestolpert, die dort unter dem gleichen Titel wie sein
Blog läuft: Berlin Beatet Bestes. Da schreibt er bereits am 21. März:
"Zurzeit bin ich wohl leider der einzige deutsche Schallplattenblogger. Ehemalige Musikblogger begnügen sich derweil damit, auf Facebook miteinander zu kommunizieren. Das übrige Internet wird, scheinbar mehr oder weniger freiwillig, denen überlassen, die es kommerziell nutzen wollen." Nun, ich habe keine Facebook-Seite, aber der Rest stimmt wohl. Dabei ist der Grund für fehlende Postings ganz einfach. Vor hundert Jahren fing ich mit einem Fanzine an, danach kam Jahre später die Webseite und ich hatte keine Zeit mehr für das Fanzine - wobei die Auflage verschwindend war und meine Fähigkeiten zur Selbstvermarktung nicht existent. Dann entdeckte ich das Bloggen und die Webseite schlief ein - und vielleicht mach ich sie auch bald einfach dicht. Vor 2 Jahren kam das Radio dazu und der Blog ist seitdem im Hintertreffen. Tja, der Tag hat einfach nur 24 Stunden und irgendwann will mensch auch noch was anderes tun als auch in der Freizeit vor dem Rechner zu hängen. Zudem ist das Feedback auf die Radiosendung genauso minimal wie auf den Blog. Andererseits scheitert es auch an dem eigenen Anspruch, zu jedem Musikposting etwas Vernünftiges zu sagen, da liegt zwar einiges auf der Festplatte fertig herum, aber nur mp3s ohne begleitenden Text? Dazu kommt noch die Suche nach einem passenden Filehoster. Überall muss man sich anmelden, oder hat keine Möglichkeit, die Dateien selbst wieder zu löschen. Deshalb kommt dieser Blogbeitrag über ein Jahr zu spät - damals, als der TSV Havelse es in die zweite Runde des DFB-Pokals schaffte, zum zweiten Mal und wie vor 21 Jahren wieder über den 1.FC Nürnberg, hätte es sicher etwas mehr Aufmerksamkeit gegeben. Egal, lieber zu spät als gar nicht. Von der Existenz des Vereins habe ich übrigens zum ersten Mal gehört, als Hannover 96 in den 1990er Jahren in die zweite Liga absteigen musste und von der Lokalpresse das Schreckgespenst an die Wand gemalt wurde, dort auf den Vorortverein TSV Havelse treffen zu müssen. Die Single fand ich vor ein paar Jahren auf einem Flohmarkt in Garbsen und sie scheint nur lokale Verbreitung gefunden zu haben, denn bis zu
fc45.de hat es bisher kein Original geschafft. Wir hören eine umgetexte Version vom Shanty "Hamburger Veermaster".
Bernd Verführth mit Chor des TSV Havelse und Orchester Glenn Bow: Vereinslied des TSV Havelse (Text: Bela Mery / Musik: trad. /Bearb. G. Bow / D. Brassé) / Bernd Verführth und Orchester Glenn Bow: In der Kneipe von meinem Verein (Text: Bela Mery / Musik: Martin Bondi / Glenn Bow / D. Brassé)
7" Dizzy Records DS 871 (o.J.) (
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