Posts mit dem Label local zeroes werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label local zeroes werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

22.11.21

Musik Aus Dem Hintergrund

Ein weiterer Hannover-Sampler, diesmal aus dem Jahr 1983, also auch mit optischen NDW-Einflüssen wie das Cover schön zeigt.. Tatsächlich kann aber nur 1 Stück als NDW durchgehen, der Rest ist Rock, Reggae, Folk und Jazzrock. Auch hier handelt es sich zumeist um die einzigen Tondokumente der beteiligten Musikanten. Désirée haben zwar schon einiges Vinyl in den 1970er Jahren herausgebracht, aber die auf dem Beiblatt angekündigte neue LP ist nie erschienen. Von Heuer & Westfahl gibt es 2 weitere Schallplatten. Bei Manila wirkt Brigitte Thielepape von Vox Humana (1976 mit 1 Song auf dem Hannover Rock Szene Doppelalbum) mit, sowie Michael Thielepape vom European Free Jazz Orchestra Des Art Ensembles Of Chicago (auch auf 2 Aufnahmen der "Born Free: The 12. German Jazz Festival"-3fach-LP von 1970 zu hören), Rolf Baumgarten und Peter Pichl (1984 beide Mitglied von Dambisa, Pichl dann später bei Heinz Rudolf Kunze & Räuberzivil).

Musik Aus Dem Hintergrund (LP, dt 83002, 1983)
Alexander "TS": Looking At You / Alphons Pieper Band: Lust / Désirée: Babe I Don't Love You / Heuer & Westphal: Amalie / Manila: Implosion // Normal: Illusion / Orange Pekoe: Großstadttanz / Roxanne: Helden / Süllze & Sosse: Nusstreibend / Sunshine Band: No Mercy
(download)

20.11.21

Hannover Rock Szene

Manchmal schmeiße ich gerne mit dem Wort "legendär" um mich, ob das für dieses Doppelalbum zutrifft mögen andere entscheiden. Jedenfalls stellt es einen Querschnitt durch einen Teil der hannoverschen Musikszene dar, wie sie sich vor 45 Jahren anhörte. Die Musik bestätigt das Image von Hannover als Rock-City nur teilweise, zu hören gibt es auch Blues, Prog und Jazzrock. 4 der beteiligten Bands hatten damals Plattenverträge (Jane, Harlis, Ramses und die Scorpions) und steuerten Titel aus ihren aktuellen Produktionen bei – außer die Scorpions, deren "I’m goin’ mad" von ihrem Debüt von 1972 stammt. Interessanterweise ist Eloy nicht auf dem Album vertreten. Von den anderen Bands gibt es zumeinst keine weiteren Plattenveröffentlichungen. Bei Black Angel spielte Zeno Roth mit, bei Petticoat Kalle Rothert, der später bei Bastard Bass und Gesang übernahm, wo auch Ulli Meißner von der One Day Blues Band mitwirkte. Michael Westerwinter von Mirage betrieb später das Pro Sound Studio in der Nordstadt im Hinterhof von Im Moore 27. "Dice Box" von Madison Dyke stammt wohl von ihrer selbst produzierten Single von 1975, 1977 erschien ihre LP "Zeitmaschine". Relayer haben ihr Opus "Berge des Wahnsinns" nach H.P. Lovecraft wohl nie vollständig auf Tonband gebannt. Und die Harvey Cooper Band ist eine der vielen Stationen im musikalischen Lebenslauf von Dete Kuhlmann. Zu Vox Humana habe ich hier schon geschrieben, zu Choice, Methusalem und Karsten Hamburg habe ich auch keine weiteren Informationen. Wer hinter dem Label Zeroone steckt weiß ich nicht, das Labelprogramm ist ein ziemlicher Gemischtwarenladen, der Sampler "Hannover Szene" aus dem gleichen Jahre ist mit Skiffle, Dixieland (beides hannöversche Seuchen), Folk und Liedermachern eher uninteressant, gleiches gilt für "Hannover Szene Vol. II" von 1977 (mehr hier).

Hannover Rock Szene (2xLP, Zeroone G 2006, 1976)
Jane: Earth / Black Angel: Angel No 7 / Petticoat: Help Me Through The Night / Mirage: House Of Cords // Harlis: Runaway / Madison Dyke: Dice Box / Relayer: Berge Des Wahnsinns / Methusalem: Hemmingen-Westerfeld // Scorpions: I'm Goin' Mad / Choice: Look Here, Dave / Vox Humana: Dice In Turn / Karsten Hamburg: New York // Harvey Cooper Band: Acapulco / One Day Blues Band: The Queen / Ramses: American Dream
(download)

9.11.13

Rainer Pliess und sein Franken Express

1978 begann ich die Musikzeitschrift SOUNDS zu kaufen und in einem der Hefte fand sich eine kleine Notiz über die Singlehülle von Rainer Pliess, weil die Platte vermute ich mal in der Redaktion verloren ging. Über 20 Jahre später fand ich ein Exemplar der Single tatsächlich auf einer Plattenbörse (irgendwann kommt alles mal nach Hannover, man muß nur lang genug warten, hehe) und das Cover verspricht nicht zu viel: angenehmer folkiger Rock'n'Roll, vermutlich die einzige Veröffentlichung dieser lokalen Band.

Rainer Pliess und sein Franken Express: Rock'n Roll Königin (Rainer Pließ) / Vogelfrei (Rainer Pließ)
7" Pegasus Best. Nr. 1009 (1977?)
Lokomotivführer Hans-Dampf Rainer / Elektriker Ferdinand / Maschinist Thorsten / Heizer Lutz / Heizer Lucky / Abfahrt am 11.7.1977 im Tonstudio Langendreer / 2% des Reinerlöses gehen an die Frauenbewegung in der BRD
(download)

5.11.13

Revolver

Die einzige Single einer Lüneburger Rockband und gar nicht mal so übel, klingt etwas nach Thees Uhlmann, dem deutschen Provinz-Springsteen. Zum Laichen und Sterben ziehen die Menschen die Oste hinauf, haha.

Revolver: Heut nacht (Uwe Köpke) / Tanja (Uwe Köpke)
7" (ohne Label) WKS. 714 (ca. 1986)
Uwe Köpke - Gitarre & Gesang / André Stein - Gitarre / Stefan Minks - Bass / Siegfried Wurm - Schlagzeug
Produced by DS-Recording (Hattingen) / Engineered by Michael Jesch / Cover Design by Marion Mawick / Kontakt: Heidi Hagen Yorkstr.10 2120 Lüneburg (download)

Nachtrag 16.11.: Es gibt noch "eine 22-Song CDR mit späteren Songs; geht aber teils schon sehr stark in Richtung NEIL YOUNG" - Dank an Bernd für diese Info.

7.4.13

Brotbeutel im April

Playlist:
Blasorchester der Stadt Langenhagen - Schützenausmarsch
Abstürzende Brieftauben - Punkrockrente
Rudi Herrmann - Die alte Kröpcke-Uhr
Abstürzende Brieftauben - Hippo (live 18.11.94)
Rudi Herrmann - Mein Hannover
Abstürzende Brieftauben - Allein zu Haus (live 18.11.94)
Rudi Herrmann - Herrenhäuser Gärten
Boskops - Pech gehabt
Musikkorps des Bundesgrenzschutzkommandos Nord Hannover - Hannoverscher Reitermarsch
Crassfish - La gente decente (live 18.11.94)
Max Greger und sein Orchester - Die Hannoveraner kommen
Crassfish - It's summer (live 18.11.94)
Städtisches Musikkorps der Feuerwehr Hannover - Der junge Hannoveraner
Legal Kriminal - Frisch aus England (live 25.5.2001)
Heinz Erhardt - Herrenhäuser Diplomat
Legal Kriminal - Sprüche (live 23.6.2001)
Walter Böhm - Hannover lacht
Legal Kriminal - Jetzt gibt's Krieg (live 25.5.2001)
Heinz Müller und Richard Leonhardt - Die Stadt an der Leine
The Knibbels - Reich wie J.R.
Heinz Müller und Richard Leonhardt - Altstadt-Ballade
Rollsplitt - Nichts ist da
Georgia Street Jazzband - In Hannover an der Leine (Haarmann)
The Chip - Don't try to change it
Jens Brenke - Heimkehr nach Hannover
Zamm - Packeis
Niedersachsenchor Hannover und Niedersächsisches Blasorchester - Der lustige Hannoveraner
Überflüssig - Dein Hit
Blockflötenorchester der Epiphaniasgemeinde Hannover - Wir lustigen Hannoveraner
Graceland Takeaway - All along the watchtower
Hans-Joachim Pape und das Flughafen-Tanzorchester - Lüttje Lagen müssen sein
Graceland Takeaway - Hallo Sonne guten Morgen
Hans-Joachim Pape und das Flughafen-Tanzorchester - Das schöne Niedersachsenland
Vox Humana - Dice in turn
Chor der Soldatenkameradschaft Isernhagen H.B. - Hast du Isernhagen schon geseh'n
Dennis, Ferhat und Ersin - Der Rap über Hainholz
Chor der Soldatenkameradschaft Isernhagen H.B. - Grüss mir mein Isernhagen
(anhören)

12.7.12

Boarisch Heroes


- 140-jähriges Gründungsfest -
Anlässlich unseres 140-jährigen Vereinsjubiläums laden wir Euch zu unseren Festtagen am 18. und 19. August 2012 recht herzlich ein.
Programm:
18.08.2012 Rock in Tracht mit der Spitzenband „XTEN – DO ROCKT´S DI NIEDA!“, mit Barbetrieb
19.08.2012 Festsonntag mit Kirchenzug, Festgottesdienst und gemütlichem Bierzeltbetrieb und Barbetrieb
Schützenverein Hubertia Niederding
Der Festausschuss

www.xten-music.de


www.dmoosner.de


www.gsindl.de


www.dahuawadameierundi.de


www.diecubaboarischen.de


www.muenchnerzwietracht.de

22.4.12

so klingt's bei uns in uetze

Uetze ist ein Marktflecken östlich von Hannover und war im Jahr 1980 wie so manche andere niedersächsische Gemeinde Kunde bei Kerston Records. Das Dorf Uetze leistete sich sogar eine Doppel-LP, um die lokale Musikszene zwischen Spielmannszug und Sängerkreis zu dokumentieren, und interessanterweise haben es gleich 4 Rock- und Popbands geschafft, sich hier zu Gehör zu bringen - auf anderen Kerston Records-Gemeinde-Samplern hat man nur selten das Glück, überhaupt eine einzige solche Kapelle zu entdecken. 2 dieser Gruppen habe ich letztes Jahr in meiner Radiosendung "Brotbeutel" präsentiert - was heißt präsentiert, außer dem Bandnamen und den Titeln der Lieder weiß ich nichts von "The Flyride" und "Quo Vadis". Dann erreichte mich die E-Mail eines damaligen Beteiligten, der selbst nicht mehr im Besitz dieser Doppel-LP ist, weshalb ich hier nun alle 6 Rock- und Pop-Lieder dieser 4 Gruppen aus Uetze zu download präsentiere. Vorhang auf für "The Shadow Boys", The Flyride, Quo Vadis und The Foxies:


"The Shadow Boys": Take me home (Denver/Danoff/Nivert)/Lets twist again (Chobby Checker) / The Flyride: Don't love your star (Lutz Schwenke) / Rock is back (Jörg Schneider) / Quo Vadis: Q's Samba (Quo Vadis) / The Foxies: Blanket (L.Henley/J.Slade)
von der Doppel-LP "So Klingt's Bei Uns. Uetzer Chöre und Musikgruppen stellen sich vor", Kerston Records 65124, 1980/81
(download)

Translation: From 32 years ago here are 4 local bands from Uetze, a village east of Hannover, with probably their only studio recordings, published throught Kerston Records. Why do I listen to and post stuff like this? Probably some kind of boredom with the recent music mainstream and frustration that it is so hard to get kicks from music now. I've listened to a lot of music in my lifetime and it's getting harder to discover anything that's different and exciting too. So many young bands sound like something from 10/20/30/40/50 years ago. Also you can get some kind of respect from music bloggers if you discover and post obscure music that nobody else has heard of before. If it has any quality that will be a plus but is not necessary. Therefore I have to confess there were good reasons for not including "The Shadow Boys", The Foxies and "Rock is back" by The Flyride to my radioshow in October last year (listen to them at your own risc). But this is just my opinion and maybe somebody else will like these tracks. Well some american blogs get kicks out of posting Heino-records which I totally understand but musically Heino makes me want to throw up. Finally I get a kick out of collecting local records and I've collected just a view which I will never post here because these include a lot of classical music (I've haven't seen a blog yet which concentrates on classical music), marching bands and choirs. And if somebody again will complain this ain't an accurate translation of the German words abve, well I'm doing this for fun and not to please anybody. Slide down my back!

24.1.12

Tanzmusik für Dich und Mich


Group X "Glad all over" (2:45) von der Doppel-LP "Tanzmusik für Dich und Mich", Deutscher Schallplattenclub H 011, o.J.

Leider war von der Gruppe keine Information weder bei Hans-Jürgen Klitsch's "Shakin' All Over" noch im Internet zu finden, ist vermutlich auch nur ein Fantasiename für eine zusammengecastete Studiokapelle, um diese schauerliche Doppel-LP mit Tanzmusik aufzufüllen ...

Translation: Obscure German beatgroup hidden on a double album filled with boring schmaltzy dance music...

2.10.11

Radio Brotbeutel "Lolly Pope Special"


Hier die Playlist der Sendung:
Buzzcocks – ESP (Brotbeutel edit)
The Flyride - Don't love your star (Uetze, 1980)
David Group - Wir leben nicht allein vom Brot (Hannover, 1971)
Lost Peace (Bern, Mai 1974)
Helga M. Novak - Fibelfabel aus Bibelbabel (Seitenspruenge beim Studium der Mao-Bibel) (Hörspiel, 1972)
Quo Vadis - Q's Samba (Uetze, 1980)
Chöre der Sophienschule Hannover - Bohemian Rhapsody (siehe auch hier)
Buzzcocks – Late For The Train (Brotbeutel edit)

(download)

All praises to The Lolly Pope - more of the same stuff

22.4.11

Local Zeroes


Dieses Posting wollte ich schon seit längerem machen, allerdings in anderer Form. Immer wieder habe ich in Schallplatten-Kisten Gemeinde-Sampler gefunden, auf denen zwischen Gesangsvereinen und Blasmusikkapellen vereinzelt Beatgruppen (ja, so hieß das damals noch in den 1970er Jahren bei älteren Herrschaften) auftauchten. Anfangs hoffte ich genügend dieser Aufnahmen zu finden, um daraus einen Sampler wie Prae-Kraut Pandaemonium zu basteln, aber wieder einmal machte ich die bizarre Erfahrung, dass bestimmte Tonträger in Wellen gehäuft auftreten und danach fast völlig von der Bildfläche verschwinden, was mir z.B. mit Nick Drake, Tim Buckley und zuletzt Les Humphries passiert ist. Vielleicht müsste ich bundesweit suchen oder ein entsprechendes Netzwerk bilden? Egal, die bisher gefunden Stücken würden noch nicht mal eine LP, geschweige denn eine ganze CD füllen, deshalb hier als erste Zwischenbilanz eine Art EP/Mini-LP/MCD mit 6 Stücken und 15einhalb Minuten Laufzeit, wobei das letzte Stück eine Art Bonus-Track ist, da er nicht von einem Gemeinde-Sampler stammt, aber er passt musikalisch dazu. Falls ich auf weitere Gemeinde-Sampler stoße wird dieses Posting natürlich erweitert. (Original-Postings hier, hier, hier, hier, hier und hier) Und passend zum Thema habe ich auch die "in medias res"-LP wieder online gestellt.

Local Zeroes
The Blacklights: "All I want to be is free" / Brownie: "Run away" / Jazz-Rock-Gruppe "Catalysator": "After midnight" (Jazz-Rock-Improvisation) / Gruppe FRANTIC Letter: "L O V E" / Beatgruppe Paperbus: "Rainbow" / Musikgruppe Wegwende/Freistatt: "Kannst Du mir nicht helfen"
(download)

Translation: This is a short compilation of obscure tracks from obscure German "Beatbands" published on obscure German compilations where they were hidden between local choirs and marching bands. Originally I thought about getting some 70-80 minutes of this kind of stuff but lately it’s very difficult to find further tracks. Anyway greetings to the Lolly pope for inspiration.

17.3.10

in medias res


Manchmal findet man Platten in Kisten, bei denen man sein Interesse schwer verbergen muß, um noch einen Rabatt beim Verkäufer herausschlagen zu können. Auch hinterher heißt es einem kühlen Kopf bewahren, um den Verkäufer nicht noch nachträglich gegen sich aufzubringen. So ging es mir bei dieser LP von einem Rocktrio aus der Udo Lindenberg-Heimat Gronau. Musikalisch zwischen Rock und Prog (Be Bop Deluxe kommen mir in den Sinn), textlich engagiert bis knapp vor der Peinlichkeit, total unabhängig produziert, liebenswert und mit dicken Beiheft, in dem der Sänger sich entschuldigt, dass der Song "Wellenreiter" genauso heißt wie das Machwerk von BAP. Am liebsten mag ich aber die Geschichte zu "Hodl'di", wo der Gitarrist eine möglichst schlagerhafte Melodie schreiben wollte und dazu einen schwachsinnigen Text, aber dann das Tempo des Songs anzog. Nun, kommerziell ist der Song so wenig wie der Rest der LP, aber den Text hat er sich von Otto Waalkes geliehen. Definitiv besser als alles was der Lindenzwerg zu der Zeit verbrochen hat. Zum Thema Rock-und-Pop-Museum Gronau empfehle ich übrigens den Song "Eine Stufe aus Stein".

in medias res "Rock und Anderes in Deutsch-Moll"
Umrüstung / Kann keine Schlipse ab / Die Blitz-Zeitung / Gronau
Wellenreiter / Unglaublich nächstenlieb / Hodl'di / Eine Stufe aus Stein / Es sind auch 'mal wieder bessere Tage dran
ohne Label MR 110010, ca. 1982/83
(download)

7.7.09

Beatgruppe Paperbus


Eine LP in ähnlicher Aufmachung wie "Hameln – Musikalischer Streifzug durch eine alte Stadt", wieder mal ein Querschnitt durch das kleinstädtische Musikleben mit Singgemeinschaften, Posaunenchören und Feuerwahrspielmannszügen – und mittendrin einsam und schüchtern die Beatgruppe Paperbus aus Fischbeck unter der Leitung von K. Lichtfuß jr. (der Senior leitet Kirchenchor und MGV Fischbeck, beide auch auf dieser LP zu hören) mit der Komposition "Rainbow", die eher nach 1965 als nach 1975 klingt. Manches braucht eben länger bis es in der Provinz ankommt. Trotzdem herzallerliebst.

Beatgruppe Paperbus "Rainbow"
von der LP "Hessisch Oldendorf – Musikstadt im Weserbergland"
Stadtsparkasse Hessisch Oldendorf/Tip Sound 0666 560, 1975
(download)

Some kind of translation: Sadly most of my previous "local zeroes"-postings generated no comments. Maybe the idea of searching for forgotten provincial rockbands that don’t fit the cliché of teutonic kraut isn’t very popular. But sometimes it’s more about music than image. So please give this band a chance, although they don’t sound like 1975 but ten years earlier. File under The Rising Storm.

18.5.08

After midnight


Es gibt gnadenlos viele Städte-Sampler aus den 1970er Jahren. Die meisten kommen über Chöre und Blasmusik nicht hinaus (siehe "Klingende Grüße aus Ronnenberg", "Singendes klingendes Neustädter Land", und "Braunschweiger Weihnacht"). Manchmal gibt es aber auch 1 Stücke einer lokalen Rockgruppe als Zugabe (siehe "Musikalische Grüße aus Seelze", und "Helmstedt - Stadt der Begegnung"). Diese LP kündigte sogar eine "Jazz-Rock-Improvisation" an. Allerdings, wenn das Jazz-Rock ist, dann sind die Ramones ein Streichquartett. Aufgenommen offenbar in einer Turnhalle mit einem einzigen Mikrophon. Unglaublich! (download)

Jazz-Rock-Gruppe "Catalysator": "After midnight" (Jazz-Rock-Improvisation)
aus: diverse Interpreten "Hameln – Musikalischer Streifzug durch eine alte Stadt", LP, Volksbank Hameln/Studio Jas 301015, ca. 1975


Translation: Worst Jazz-Rock – ever!

4.5.08

Sunny Logemann

Leider hat sich bisher niemand mit Hinweisen zu Sunny Logemann gemeldet, daher hier nochmal der Text von der nicht mal mehr im Internet-Archiv zu findenden Seite "http://members.aol.com/gueka19/homepages/sunny.htm", vielleicht passiert ja jetzt man was?

Sunny is as dynamite

Von Gaukeli [19. Dezember 2003]

Ein Hamburger Musikjounalist und Plattenladenbesitzer bot drei Sunny Singles von 1977 an. Es würde sich dabei um Eigenproduktionen aus Köln handeln, er hatte die Platten sogar der New Wave zugeordnet und meinte möglicherweise sei Sunny durch The Shaggs inspiriert, hinter NDW hatte er ein Fragezeichen gesetzt. Ich war neugierig geworden, klang doch alles sehr seltsam. New Wave / 1977 in Köln / als Eigenproduktion -- nichts paßte. Was ich von dieser Zeit aus Köln gehört habe, war weißgott nicht New Wave. Ich denke dabei eher an SW-Bilder und schlecht rieschendes Papier.

Ich kaufte also zwei dieser Singles. Die zeitlich zuerst erschienene beinhaltet die Titel "Devilschap" und "He's A Romeo", die zweite "Rock & Roll is as Dynamite" und "Down to the Sea". Auf dem Cover sieht man Sunny, eine junge Frau mit lockigen schulterlangen Haaren, nicht gerade hübsch, T-Shirt, Schlaghose und eine billige Akustikgitarre. Sie steht da, wie ein Rockstar, allerdings vor dem Backsteinhaus der Eltern in Erkelenz oder Puhlheim-Stommeln. Da wird kein Glamour vorgetäuscht. 'Hey, wir wohnen hier', ruft uns Sunny entgegen, ‚und ich habe eine richtig gute Gitarre.' Fehlt nur das Autogramm mit dickem Eding: 'In Love SUNNY'. Wer wohl diese Frau ist? Als Komponist wird bei allen Stücken eine Person namens "Logemann" genannt, auf der zweiten Single steht dies auch auf dem Cover. "Sunny Logemann"?

Wie mochte die Musik wohl klingen? Wie The Shaggs, von denen Claudia Kaiser in ihrem Buch "Rocken & Hosen" geschrieben hatte, von denen ich aber bisher noch gar nichts gehört hatte. 1967 hatten die Schwestern Betty, Helen und Dorothy Wiggin die Band The Shaggs gegründet. Der Vater schleppte sie in ein Studio, bezahlte die Plattenherstellung, doch der Dienstleister verschwand mit Mr. Wiggins Geld und mit den Platten. Trotzdem kamen einige Platten zu Radiosendern und man spielte sie dort auch. Frank Zappa soll The Shaggs gut gefunden haben, die New York Times hielt die Platte für das "beste schlechteste Rockalbum aller Zeiten". 2000 wurden die Aufnahmen dann auf CD wiederveröffentlicht (The Shaggs, Philosophy of the World, RCA Victor). Dies alles klingt sehr nach genialem Trash, nach 'das ist lustig'. Aber wie würde Sunny klingen? Und war Sunny von The Shaggs inspiriert? Nein, glaube ich nicht. Ich legte also "Devilschap" auf. Was ich dann hörte war unfaßbar, übertraf meine Erwartungen um Längen. So etwas Schlechtes hatte ich noch nie auf Platte gehört.

Sie spielt die Gitarre als hätte sie stundenlang geübt, würde aber erst den ersten Tag Gitarre spielen. Wobei spielen übertrieben klingt und eher im kindlichen Sinne gemeint ist. Dazu hört man eine Rassel und Sunny singt -- irgendetwas. Pling-Plong-Pling-Devilschap-Rassel-Pling-Plang. Auf der B-Seite nun "He's A Romeo": Gleiche Musik, andere Text, Sunny jammert fürchterlich "he's a Romeeeeo". Diese Single sollte man wirklich als Frühwerk ansehen. Bei "Rock & Roll is as Dynamite" wurde ich dann ein wenig überrascht: Sunny spielt Gitarre als hätte sie einen weiteren Nachmittag geübt, es hätte aber immer noch nichts geholfen, Gitarre kann sie nicht spielen. Dafür schreit sie hier nun richtig gut trashig: "Rock & Roll is as Dynamite - Rock & Roll is as Dynamite - Rock & Roll is as Dynamite". "Down to the Sea" überrascht dann mit so etwas wie einer Mundharmonika oder irgendso einem Kinderblasinstrument, die Gitarre dezent im Hintergrund. Der Text ist wie immer minimalistisch, eigentlich trällert Sunny nur den Titel. Dieses ständige wiederholen erinnert mich ein wenig an "I'm free" von The Petticoats.

Im Internet findet man zu Sunny gar nichts, auch über "Logemann" kam ich nicht weiter. Es kommt nun auch kein Satz wie: "Es ergab sich eine plötzliche Wendung, als sich X bei mir meldete." Nichts dergleichen. Keine Spur von Sunny -- nur diese drei Singles. Auf den Platten steht allerdings noch von wem die Platten hergestellt worden sind: Jacobs & Wehrhahn, Postfach, 5 Köln 30. Die erste Single ist auf dem Label "Sound-Record", einem Unterlabel von "New Blood", erschienen.

New Blood wurde von Helmut Jacobs (+ 19.02.77) und Manfred Wehrhahn 1972 gegründet. Man begann mit Schallplatteneinzelaufnahmen, Jacobs beschäftigte sich seit seinem 17. Lebensjahr hobbymäßig mit Schallplatteneinzelschnitten. 1974 hatten sie eine Folienschneideanlage für Stereoschnitte, damit konnten sie Einzelaufnahmen für Bands herstellen. Ein Jahr später machte man Lohnpressungen mit Folienschnittfertigung und Handkonfektionierung der Schallplattenhüllen. Ab Mitte 1976 wurden dann Künstler unter Vertrag genommen. "Die Firma New Blood Schallplatten war zu diesem Zeitpunkt einmalig in Deutschland, da sie schlummernden Talenten die Möglichkeit eröffnete, preiswert ihre Werke auf LP oder Single zu verewigen", heißt es auf der Homepage von Radar Music.

Zu den "schlummernden Talenten" gehörte die Rockgruppe PROM aus Weil am Rhein, auf einer Homepage wird berichtet:

"1978 beschloß man, eine Langspielplatte aufzunehmen. Durch eine Anzeige stieß man auf eine kleine Plattenfirma, New Blood in Köln. Inhaber: Manfred Wehrhahn. Das Band für die LP wurde am 23.9.1978 im Kirchensaal von Friediingen, einem Vorort von Weil, unter einfachsten Bedingungen aufgenommen, dann von Robert geschnitten und mit Bildern für die Hülle an New Blood geschickt. Von da an hörte man erstmal nichts mehr von dort. Die Gruppe hatte alle ihre Einkünfte und zusätzlich noch eigenes Geld in die Sache gesteckt, wurde aber nun von Manfred Wehrhahn immer wieder damit vertröstet, daß alles im Gange sei.

Die Freude auf die hundert LPs, die gefertigt werden sollten, war allmählich Wut und Enttäuschung gewichen. Schließlich fuhren Robert und Uwe an einem Wochenende nach Köln, um sich die Firma einmal näher anzusehen. Sie lag in einem Mehrfamilienhaus in der Innenstadt, und Manfred Wehrhahn machte auf die beiden keinen vertrauenerweckenden Eindruck. Robert Dietz: 'Er nutzte aber unsere Jugend und Unerfahrenheit mit Versprechungen aus, so daß wir voller Zuversicht wieder heimfuhren.' Doch nichts geschah. Schlußendlich wollte man das im voraus bezahlte Geld wieder zurück. Als Antwort kam ein Andruck der Plattenhülle. Nach Mahnbescheiden schickte man zweimal den Gerichtsvollzieher zu New Blood, der aber nichts Pfändbares fand, so daß man auf den Kosten sitzenblieb. Nun setzte sich Robert Dietz mit dem Preßwerk Pallas in Diepholz in Verbindung und erfuhr dort, daß die Platten fertig waren, aber erst nach Begleichung der ausstehenden Rechnungen an New Blood ausgeliefert würden.

Nach zähen Verhandlungen konnte man das Preßwerk dazu bewegen, die 78 gefertigten LPs "Fooled again" (New Blood 7678) für ein etwas geringeres Entgelt per Nachnahme gleich an die Gruppe zu schicken. Bei der Druckerei der Plattenhülle stieß man allerdings auf taube Ohren, so daß man sie bei einer kleinen örtlichen Druckerei neu fertigen ließ [...]. So hatte man letztlich alles doppelt bezahlt und viel Geld verloren. Sämtliche 78 LPs wurden innerhalb kürzester Zeit über die örtlichen Schallplattenläden abgesetzt, um wenigstens einen Teil des Geldes über den Verkauf wieder zurückholen. Die Angabe der Stückzahl ist übrigens gesichert, der Lieferschein von Pallas liegt vor." (Quelle: http://mitglied.lycos.de/MartinPruckner/promstory.html, so gesehen am 19.12.2003)

Aber all dies muß nichts mit Sunny zu tun haben. Wo und wie hat sie wohl ihre Singles verkauft? Immerhin waren es ja drei Singles, auch wenn die Auflage nicht sonderlich hoch gewesen sein wird.

Wird man nun die New Wave-Götter (das Orakel von Hilsberg oder das Orakel von Teipel) fragen, wird man die Antwort bekommen, dass Sunny nichts mit New Wave in Deutschland zutun hatte. Die gab es nicht, die war nicht dabei. Klar! Anderseits war es auch so, dass die deutschen New Waver noch im Sandkasten saßen, als die Sunny's Platten bereits draußen waren. Sunny wollte wohl so etwas wie Rock 'n' Roll machen und glaubte wie die Wiggins Sisters, dass sie wirklich gut sei oder vielleicht glaubten es auch nur Jacobs und Wehrhahn -- die nie etwas mit New Wave am Hut hatten (was aber für Studiofritzen damals auch nicht wichtig war). Aber Punk oder New Wave, nein, davon hatte Sunny wohl gar nichts gewußt.

Ich hatte Manfred Wehrhahn eine eMail gesendet. Er antwortete nicht und das ist auch gut so, denn ich vermute die Wahrheit über Sunny würde mich eher enttäuschen.

Auch zu A&M Two Generations sind leider hisher keine Hinweise eingegangen. Und da auch die wunderbaren Seiten über die "Limburger Pest"-Szene verschwunden sind möchte ich nochmal herzlich auf die von mir verbrochene PDF-Version von Blechluft 5 verweisen, die immer noch online ist! Ich hoffe, Gaukeli hat nichts dagegen.

20.2.08

Die Stadtmusikanten von Hannover


So mancher wird schon mal die Idee gehabt haben, wenn man mal wieder in der Einkaufsstraße mit Straßenmusik beschallt wird, dass man daraus doch mal eine CD machen könnte - nur um gleich darauf die Idee zu verwerfen, weil wer würde das schon kaufen, es sei denn aus Mitleid direkt vom Straßenmusiker selbst. Die Firma Music & Byte war anderer Ansicht und brachte tatsächlich 1995 eine CD mit Aufnahmen Hannoveraner Straßenmusiker heraus. Zu hören ist von Drehorgelmusik bis zum Folkduo alles, was man sich so vorstellen kann, alles langweilig und vorhersehbar. Die einzige Irritation sind Moussa & Sissé mit ihrer selbstvergessenen Bass-und-Gitarre-Improvisation ohne Rücksicht darauf, ob das den nächtlichen Passanten gefällt oder nicht. File under "echt bad taste".

Die Stadtmusikanten von Hannover
CD, Music & Bytes 591001, 1995
Viktor Karpinsky, Alex Loiko & Jelena Karpinskaya - Vier Berge / Pepe Perez – Hiroshima / Dima & Wasia - Russische Weise / Juri Staskiw - Rondo aus Hornkonzert, W.A. Mozart / Walter Kühne - Viva Espana u.a. / Johannes Stopal - Lili Marleen, River Kwai Marsch u.a. / Ruben Cavello - Moliendo Café / Variant - Some Of These Days / Variant - Strangers In The Night / Sophie Werner & Stopher Brandt - Autumn Leaves / Thoimasz Gaworek – Gigue / Alexander Ramada Duo – Kalinka / Udo Riethmüller - Frühling aus Vier Jahreszeiten, America (L. Bernstein), The Entertainer / Celina Susanne Freyda – Digderidoo / Moussa & Sissé - L'homme dans s'ambiance
(download)

Translation: If you think the idea of releasing a CD with recordings of local street musicians might be a good idea, you might take a second thought after listening to this CD from Hannover, released in 1995 and quickly forgotten. Do you expect classical flute music? Barrel-organs? Russian folk? It's all there. The only track beyond boredom is by Moussa & Sissé, a guitar-bass-jamming duo recorded late at night with the desire to express the tension between humans, their environment and nature. Heavy stuff but no one listens...

17.10.07

A&M Two Generations

Kürzlich war auf der Blechluft-Webseite, um mir aus den dortigen Webseiten ein Pdf mit der nur online erhältlichen "Edition Blechluft 5" zu fabrizieren - einschließlich der großartigen "Limburger Pest"-Dokumentation. Lesen! Jetzt!! Sofort!!!
Dabei stieß ich auf einen Artikel zu 2 Singles von Sunny Logemann, die von der musikalischen Beschreibung her wie das deutsche Ebenbild zu den Shaggs klingen müsste. Hören wollen! Wo kann ich die Singles runterladen?! Oder vielleicht sollte ich einfach schweigen und täglich auf ebay stöbern?
Bei der Suche nach weiteren Infos zu Sunny Logemann kam ich auf die Webseite von Radar Music. Dort entdeckte ich auch den Namen "A&M Two Generations" und den Hinweis, dass deren LP teuer gehandelt würde. Ansonsten schweigt das Web (soweit von Google gespeichert) bisher. Aber das eigene Hirn ist (manchmal) die bessere Suchmaschine und so erinnerte ich mich an einen alten Artikel aus der Musikzeitschrift Musik-Joker. Der Musik-Joker war ein Musikzeitschriften-Projekt des Axel Springer-Verlages in der zweiten Hälfte der 1970er Jahre und was ich an Ausschnitten davon behalten habe kann keine gewisse Nähe zur Bild-Zeitung nicht verleugnen:

A&M: Selten so gelacht
J. B. Hamburg
Nach der dritten Vorstellung im "Pö" kochte Ali, der faltenreiche A&M-Bassist (54) erstmal auf der Herrentoilette Kaffee. Derweil schmierte Go-Go-Girl Herta (50) an einem kleinen Tisch auf der Bühne Käsebrote. Zeit fürs Frühstück nach vier Stunden Show. Morgens um zwei ist die Welt für Deutschlands erste, einzige und älteste Punkrock-Gruppe in Ordnung. Sie heißt "A&M two generations & the Hemo-Girls und kommt aus Aschaffenburg.
Die Hemo-Girls sind Herta und ihre hübsche Schwiegertochter Monika. Sie tanzen in selten komischer Reizwäsche (selbstgemacht) auf Bühne und Tischen, sie strippen halbherzig, denn "die Hemo-Girls sind sauber" (Songtext). Herta zur Choreographie: "Isch gugge mir immä des Fernsehballett aa".
A&M steht für Ali - er hält erst seit vier Jahren den Baß - und Sohn Manfred, den blonden, geradegescheitelten Star: er tritt die Baßtrommel, fetzt einige Riffs auf der E-Gitarre herunter und singt und spielt Mundharmonika.
Der dröhnende Sound und die monotonen Songs entstammen der frühen Beat-Ära: "I Can't Get No Satisfaction", "Icecream", dazu deutsche Texte, selbstgereimt, die in ihrer göttlichen Einfalt ("Mein fauler Zahn) haargenau den rotzig-primitiven Stil der ersten Beatbands treffen.
Das Publikum tanzte, tobte und lachte Tränen wie lange nicht.

Deutschlands erste Punkband
(Musik-Joker 10/77)

Aber auch der Stern war ja nie ein kompetentes Magazin in Sachen Popkultur, wie folgender Ausschnitt beweist:

A & M Two generations and the Hemo-Girls, Deutschlands einzige Familien-Rock'n'RollBand, sorgt in der Pop-Branche unfreiwillig für befreiendes Gelächter. In Hamburgs weltweit bekanntem Musiklokal "Onkel Pö" bot die Gruppe dem Publikum musikalische Einfalt. Produziert wurde die Musik vom faltenreichen Vater Alfred Fäth, 55, und seinem kurzgeschorenen Sohn Manfred, 29 (verdeckt am Schlagzeug), mit Gitarre, Mundharmonika und Pauke über eine 45 000-Mark-Verstärkeranlage. Dazu hüpfen Mama Herta Fäth, 50, und ihre angehende Schwiegertochter Monika, 22, in selbstgenähter Reizwäsche wie Känguruhs über Bühne, Tische und Stühle. Die Zwerchfell-Reaktion des Publikums nehmen sie als anerkennenden Beifall entgegen. Wenn die vier nicht gerade irgendwo zwischen Bayern und der Waterkant tingeln, sticken die Damen zu Hause in Aschaffenburg neue Go-Go-Wäsche, Vater arbeitet bei den Amerikanern und Sohn Manfred auf dem Kreiswehrbezirksamt.

(Stern 1977)

Neben vermutlich einigen Artikel in der Aschaffenburger Regionalpresse gab es noch mindestens eine Meldung in der BILD-Zeitung, als Hertha Fäth am 1.1.1978 auf dem Sylvesterball der Fachhochschule Bergedorf auf der Bühne tot zusammenbrach: "Deutschlands ältestes Go-Go-Girl tanzte sich auf der Bühne zu Tode". Wer mehr über die Band wissen will sollte nach dem lesenswerten Beitrag von Tillmann Obermeier in der Anthologie "Rock Session 3" (rororo, 1979) Ausschau halten. Dort ist unter anderem erwähnt, dass die LP "A & M Two Generations & the Hemo Girls" nur eine Auflage von 500 Stück hatte und die Familie selbst mit dem eher dünnen Sound nicht zufrieden war. Ob es noch weitere Platten von Alfred und Manfred Fäth mit neuen Sängerinnen/Tänzerinnen gibt entzieht sich meiner Kenntnis, aber diese eine LP würde ich gerne mal hören. Kann irgendjemand da draußen weiterhelfen? Hallo Krautrockteam?!

Translation: Hello everybody at WFMU, especially the contributors to the 365 days project, have you ever heard of Sunny Logemann and/or A & M Two Generations & the Hemo Girls?
Sunny Logemann released 3 Singles in 1977 or earlier through the label "Sound Records" from Cologne/West Germany, one single has the self-composed songs "Devilschap"/"He's A Romeo" and the second single was "Rock & Roll is as Dynamite"/"Down to the Sea". I haven't heard the single, but according to this internet-source they should sound like the Shaggs. So if you have any of these records PLEASE POST THEM IMMEDIATELY! And the same goes for the probably only album from "A & M Two Generations & the Hemo Girls" from Aschaffenburg/West Germany released in I think 1976. This band was a family affair with father Alfred Fäth on bass and son Manfred on drums, guitar and vocals - and mother Hertha and Manfred's girlfriend Monika gogo dancing. They seem to have been an amateur rock'n'roll version of Florence Foster Jenkins. Hertha Fäth even died on stage on January 1st 1978 dancing herself to death according to a certain well hated German yellow press. Again if you have this record PLEASE POST IT IMMEDIATELY!
Thanks in advance!!!

PS: Merkwürdigerweise sind die Links zu Blechluft, Sunny und der Limburger Pest in den letzten 2 Wochen verschwunden, daher hier meine PDF-Version von Blechluft 5 (download)

22.8.07

Kapitulation 2

Hier sind ein paar (wieder)gefundene MP3s:







Die Ärzte "Satanische Pferde" live-cd for fanclub members only
download @ nix-pop.dl.am






Diesel Guitar "Stream Of Lights" originally posted by 194142434445
posted by What Fucked You?









Neil Young Meets Buffalo Springfield And The Squires (Unreleased Demos 1963 - 1968)
re-posted by Zero G









MC5 - Teen Age Lust (live)
re-posted by Zero G











Tighten Up - Volumes One & Two
re-posted by Zero G












James Last - Voodoo Party
posted by X-Y-Z-Cosmonaut's CosmoBlog






Und wie in "Kapitulation" versprochen hier der zweite Track von Graceland Takeaway, eine Version von "All Along The Watchtower" wie sie die Stranglers hätten machen können. Fragt mich nicht wie diese "Orgel-Solo" entstanden ist ;-) (download)

7.7.07

Kapitulation


Obviously the idea to offer downloads for missing mp3s didn't work out. So to get this idea out of my head I'm posting all the stuff I thought that might be interesting for you at once. Hope you'll like it. And if you don't …
By the way I'm still looking for this stuff:

  • Various Artists "Skadrenalinschub #1" from deceased www.punk-island.de webzine
  • Post-Punk Junk PODCAST #007 - 04.02.06 (podcast_040206.mp3) originally posted by Post Punk Junk including McLusky - You Should Be Ashamed, Shamus/Bow Wow Wow - Go Wild In The Country/The Only Ones - Deadly Nightshade/Captain Beefheat and the Magic Band - Upon The My-O-My (live, 1974)/The Police - Dead End Job/Cliff Roth - The Reagans Speak Out On Drugs (excerpt)/The Only Ones - Why Don't You Kill Yourself/Teddy & The Frat Girls - Alophen Baby/Vaz - They've Won/John Morris - The Begian Circus Episode ("The Elephant Man" soundtrack)/Trio Mocoto - Que Nega É Essa/Ridiculous Trio - No Fun/The Pharoahs - Great House
  • Post-Punk Junk PODCAST #008 - 04.09.06 (podcast_040906.mp3) originally posted by Post Punk Junk including Goblin - Tenebre/Negativland - Favorite Things/The Boys - You Can't Hurt A Memory/Tiger - Gimmie De Mike/Spizz - Mega City 3/Captain Ahab - In The Garden/Smog - Live As If Someone Is Always Watching You/Joy Division - At A Later Date (live, 1978)/John Cale - Dr. Mudd (live, 1979)/Henry Manfredini - "Friday The 13th Part 3" disco theme (extended mix)/Ed and the Refrigerators - My First Crush/Sly and the Famliy Stone - Skin I'm In/Wobbly - Yo Yo Yo Yoyo Yo, Hey.../I Am Spoonbender - Stopwatch Static/Kids in the Hall - Smokin' On A Night Train, Chewin' On A Jelly Roll
  • all Tracks from WFMU Marathon MP3s -- Day One! - March 05, 2007 originally posted by WFMU
    • Davis Sisters' "He's Here Now" (From Kevin Nutt's Sinner's Crossroads Gospel Stompers)
    • Three's "Food for Thog" (From Mike Lupica's The Silent Treatment)
  • all Tracks from WFMU Marathon MP3s -- Day Two! - March 06, 2007 originally posted by WFMU
    • Ken's Last Ever Radio Extravaganza's "Children's Television Voteshop" (from Frank O'Toole's Mixology 101)
    • The Keithe Lowrie Duet's "Firetime" (from Hatch's Second Stringers)
    • Impetigo Stage Banter (from Brian Turner's Shut Up and Play Vol. 3)
    • The Premier Quartette's "That Hypnotizing Man" (from Thomas Edison's Attic's Halloween)
    • The Evan "Funk" Davies Premium Montage (from Evan's Make Your Own Mayhem)
    • "The House on the Edge of the Park" (from Mita's Songs from the Video Nasty Era)
  • the following tracks from tonspion #06 compilation (www.tonspion.de)
    • to rococo rot & i-sound - from dream to daylight
    • laub - 30 grad remix
  • the following tracks from tonspion #09 compilation (www.tonspion.de)
    • olympic lifts - horizontally vertical (only child remix)
Übersetzung: Das Angebot, im Austausch an gesuchte Musikdateien Teile aus meinem eigenen Archiv anzubieten. scheint nicht recht anzukommen. Also trete ich die Sache in die Tonne - oben ist meine ganze Wunschliste. Meine eigene Sammlung folgt gleich nach diesem Posting. Verschluckt euch nicht! Und als Sahnehäubchen eine zum Titel passende 3-Spur-Aufnahme von der virtuellen Kapelle Graceland Takeaway, ca. 15 bis 20 Jahre alt, textlich bei den Comsat Angels abgekupfert und musikalisch irgendwo zwischen Hüsker Dü und Dinosaur Jr. Auf der gleichen Cassette gibt es noch eine Version von "All Along The Watchtower" wie sie die Stranglers hätten machen können. Interesse? (download)

Updated 27.01.2009

25.12.06

Eine Schule in unserer Stadt - Musik aus Barsinghausen


Und wieder eine LP, wo Schüler Musik machen, diesmal aus Barsinghausen, aber eher ein Sampler mit verschiedenen Interpreten einschließlich Lehrerband und sogar ein Chor der Stadtverwaltung, denn es ist ja ein Loblied auf diese tolle Schule - aber diese Art Musik will ich Euch dann doch nicht zumuten. Dafür aber unter anderem Albatros, die eine Mischung aus sanftem Hardrock und schmutzigen Bläsern spielen, Gisela Vogelsang & Ralf Rosenbach als ein melancholisches Folkduo, leider ein bisschen kurz, die KGS-Song-Gruppe mit einem traurigen Mädchenchor, Lenz mit Hardrock, leider ist der Sänger wohl etwas zu jung, um das richtig Stimmvolumen mitzubringen, geht aber trotzdem gut ab, Rainer Fricke & Helmut Deseniß mit einem akustischen Gitarrenduett und der KGS-Chor & Rockwurm, ein Loblied auf die KGS mit Schulchor und Rock'n'Roll-Begleitung. Ein bunte Mischung, teilweise hoch motiviert, teilweise sehr gut gespielt, es macht Spaß das zu hören - wenn ihr auf die Plastikoberfläche standardisierter Popmusik zu verzichten bereit seid - soll heißen, klingt alles wie live in der Schulaula aufgenommen.



Chor Harmonia Langreder "Wir grüßen Euch alle" / KGS-Chor & Rockwurm "Kein Schild vorm Bauch" / Muckefuck "Salsa de Cafe falsa" / Dr. Norbert Heidgen & Arno Schreyer "Der Floh" / Elaine "He can't forget" / Lenz "Bloody dirty feet" / Albatros "Illusion" / Rainer Fricke & Helmut Deseniß "Impression" //
KGS-Song-Gruppe "Gefangen im Eis" / Klose & Klose "October's meet" / Gisela Vogelsang & Ralf Rosenbach "Lovin' you" / Limba Mazu "El dosso" / Barsinghäuser Rat & Verwaltung sowie Musikzug der Ortswehr Barsinghausen "Glück-Auf" / Evergreen-Brass-Band "Brasil" / KGS-Schülerband Commen Sense "Ein Schultag" / KGS-Lehrerband "KA-GE-ES"
von der LP "Eine Schule in unserer Stadt - Musik aus Barsinghausen", ohne Jahr, WK-Schallplatten WK 30.428



KGS-Chor & Rockwurm "Kein Schild vorm Bauch" / Elaine "He can't forget" / Lenz "Bloody dirty feet" / Albatros "Illusion" / Rainer Fricke & Helmut Deseniß "Impression" / KGS-Song-Gruppe "Gefangen im Eis" / Gisela Vogelsang & Ralf Rosenbach "Lovin' you" / KGS-Schülerband Commen Sense "Ein Schultag" (download)


Summary: And here are excerpts from a third school album, this time from Barsinghausen near Hannover. It's a collection of various bands, some more enthusiastic, others more musically, but all very charming. The style ranges from folk to hard rock. Dig them.