Direkt nach der Kommunalwahl gab es noch eine Bezirksratssitzung in alter Besetzung, die ich leider wegen eines konkurrierenden Termins ausfallen lassen musste.
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Und an die Sitzung im Juni vor der Sommerpause kann ich mich kaum erinnern (ich habe deshalb in das inzwischen veröffentlichte Sitzungsprotokoll geschaut und bin erstaunt, was ich alles falsch verstanden habe). Meine Notizen sagen, dass das 10jährige Jubiläum der Kinder- und Jugendbibliothek Südstadt erwähnt sowie ein neuer Sachbearbeiter des Bezirksratsamts begrüßt wurde. Danach wurde beschlossen, dass in die kommenden Sitzung die Polizei eingeladen werden soll, um vom letzten Kriminalitätsbericht zu berichten (1 Enthaltung).
In der Einwohner*innenfragestunde gab es (wieder einmal) Beschwerden über Werbeanhänger, die Parkplätze am Maschsee blockieren, ebenso über Lärmbelästigung durch sogenannte "Autoposer" auf der Hildesheimer Straße. Auch die geplante Anwohner*innenparkzone in der westlichen Südstadt war Thema. Angeblich seien nur Anlieger mit ersten und zweiten Wohnsitz berechtigt Parkausweise zu erhalten, nicht aber dort ansässigen Unternehmen und Freiberufler. Der Vertreter der Piraten empfahl, die Anwohner*innenparkzone auch auf die östliche Seite der Hildesheimer Straße auszudehnen, da viele Parkplatzsuchende dorthin ausweichen würden.
Anschließende gab es eine Anhörung von Vertreter*innen der Grundschulen im Stadtbezirk und der Polizei zum Thema Schulwegsicherheit, sowie den üblichen Bericht aus dem Integrationsbeirat (diesmal ohne Haushaltsanträge), der sich diesmal mit dem Thema Alltagsrassismus beschäftigt hatte.
Die Vorlage der Verwaltung zum Umbau des Heinrich-Heine-Platzes wurde mit Änderungsantrag einstimmig angenommen, die Anfrage danach wieder einmal übersprungen (die Antwort der Verwaltung darf man dann in nächsten Protokoll suchen).
Bei den eigenen Haushaltsanträgen des Bezirksrats (bzw. dem gemeinsamen Antrag von SPD, CDU, Grüne, FDP, Linke und Piraten) hat sich der AfD-Vertreter wie fast immer enthalten, ebenso zum rot-grünen Antrag, dass das Grab von Otto von Emmich kein Ehrengrab mehr sein soll (was bedeutet, dass die Kosten der Grabpflege zukünftig die Angehörigen tragen müssen), sowie an seinem Grab und dem Grab von Carl Peters Informationstafeln über deren Verbrechen angebracht werden. Die anderen rot-grünen Anträge wurden einstimmig angenommen.
Ein bizarrer CDU-Antrag zur Installation von "Dialogdisplays" an der Kreuzung Geibel-/Hildesheimer Straße fand außer bei CDU und AfD keine Zustimmung (FDP Enthaltung), die anderen CDU-Anträge fanden viel Zustimmung bei einiger Kritik (nächstes Mal bei Fotos Autokennzeichen abdecken wegen Datenschutz, Firmennamen haben in Anträgen nichts zu suchen, krähensichere Abfallkörbe sind zu bevorzugen und manchmal führt ein Anruf bei der Verwaltung zu einem schnelleren Erfolg als ein Antrag im Bezirksrat).
Kontrovers war dagegen ein ellenlanger Antrag der CDU zum geplanten Parkkonzept (siehe oben), der außer in der eigenen Partei keine Zustimmung fand (Enthaltungen von FDP und sogar der AfD). Naja, mit Behauptungen wie dass breitere Radwege Fußgänger verdrängen würden macht wesen sich keine Freunde.
Mehrheitlich Zustimmung fand abschließend der Piraten-Antrag, die Nutzung von öffentlichen Abfallbehältern durch spezielle Boden-Markierungen zu fördern, was die SPD nicht so toll fand.
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...zufällige Gedanken zu verschiedenen Themen, die nicht nur mit Hannover, Musik, Punk, Politik zu tun haben ...
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5.10.21
26.5.21
Bezirksrat Südstadt-Bult Mai 2021
Die Bezirksratssitzung im Mai dauerte doch etwas länger als gedacht, obwohl wieder mal auf die Verlesung der Anfragen der Bezirksratsfraktionen und ihre Beantwortung durch die Verwaltung - bis auf eine Anfrage zum Bestand und Ausbau von E-Ladesäulen im Stadtbezirk - verzichtet wurde.
Es gab eine Vorlage der Verwaltung zur Neugestaltung des Heinrich-Heine-Platzes, die allerdings gleich zu Beginn der Sitzung in die Fraktion gezogen wurde. Es bleibt abzuwarten, welche Änderungsanträge es in der Juni-Sitzung zu dieser Vorlage geben wird. Ich bin mir sicher, dass die deutliche Kritik, die in der anschließenden Einwohner*innenfragestunde geäußert wurde, ihre Spuren hinterlassen wird. Hier kam zur Sprache, dass die tatsächlichen Laufbeziehungen zwischen der Bushaltestelle und dem Eingang zur U-Bahn sowie den auf den Platz mündenden Straßen durch die geplanten Beete unterbrochen würden, was kurzfristig dazu führen würde, dass diese Anlagen durch Trampelpfade zerstört würden, ganz abgesehen davon, dass diese Unterbrechungen der bisherigen Wegebeziehungen für Sehbehinderte durch eventuell erhöhte Steineinfassungen erhebliche Probleme aufwerfen würden.
Danach ging es um die Neubesetzung eines Sitzes im Integrationsbeirats, wobei interessanterweise der AfD-Vertreter seine Zustimmung gab. Bei der Verteilung der Bezirksratsmittel enthielt er sich aber wieder. Der Antrag, dass die Polizei über die Kriminalstatistik 2019 und 2020 für den Stadtbezirk berichten soll, fand einhellige Zustimmung, die Anhörung ist zudem eine langjährige Tradition. Üblicherweise sind Südstadt und Bult, obwohl an die Stadtmitte angrenzend, eher eine sichere Gegend, aber warten wir den Bericht in der nächsten Sitzung ab. Danach gab mal wieder einen Antrag zum Aufstellen von Fahrradanlehnbügeln um das Zuparken von Straßenecken zu verhindern. Hierzu gab es einen Diskussion, ob es nicht auch andere Möglichkeiten gäbe wie z.B. das Aufstellen von Pflanzkübeln. Ob die steigende Anzahl von E-Bikes ein Argument für Fahrradanlehnbügel ist wage ich allerdings zu bezweifeln, wegen erhöhter Diebstahlsgefahr würde ich die nicht über Nacht draußen stehen lassen.
Eine etwas längere Diskussion gab es dann zum Thema "Parkraumbewirtschaftungszone", umgangssprachlich auch Einwohner*innenparkzone genannt. Hier gab es offenbar eine Vorlage der Verwaltung, die aber wieder von der Tagesordnung genommen wurde. Hierzu wollte die CDU eine öffentliche Informationsveranstaltung. Über deren Wert kann man aber streiten, wenn es noch keinen konkreten Vorschlag der Verwaltung gibt. Zudem sichert eine solche Parkzone ja keinen festen Parkplatz für die Anwohner*innen, sondern nur eine Bevorrechtigung. Zudem "gesetzliche Voraussetzung für die Einrichtung von Parkraumbewirtschaftungszonen nach § 45 Abs. 1b Nr. 2a StVO ist, dass mangels privater Stellflächen und aufgrund eines erheblichen allgemeinen Parkdrucks für die Bewohner des betroffenen städtischen Quartiers regelmäßig keine Möglichkeit besteht, in ortsüblich fußläufig zumutbarer Entfernung von ihrer Wohnung einen Stellplatz für ihr Fahrzeug zu finden. Anwohner i.S.d. Vorschrift ist, wer tatsächlich im fraglichen Gebiet wohnt, mithin nicht nur arbeitet, und eine enge räumliche Verbindung zwischen Wohnung und Parkplatz aufweist." (Quelle: Wissenschaftlicher Dienst des Bundestags) Dies bedeutet, dass die Verwaltung mittels Verkehrszählungen und ähnlichen Untersuchungen die Notwendigkeit der Einrichtung einer solchen Parkzone gerichtsfest nachweisen muss. Dies könnte aber für die westliche Südstadt zwischen Maschsee und Hildesheimer Straße problematisch werden, da die Klagen der Anwohner*innen über Parkplatzmangel immer nur bei Großveranstaltungen (Maschseefest, Konzerte und Fußball im ehemaligen Niedersachsenstadion) erhoben werden, was vielleicht die Verwaltung zögern lässt, eine entsprechende Vorlage beim Bezirksrat einzureichen. Hinzu kommt, dass inzwischen beim Umzug in eine andere Stadt nicht auch automatisch das Auto umgemeldet werden muss. D.h. ein Kennzeichen aus einer anderen Stadt ist kein Beleg dafür, dass Parkplätze von Ortsfremden belegt werden. Wo aber kein Plan der Verwaltung besteht gibt es auch keinen Grund für eine Anwohnerversammlung - außer um politische Rosstäuscherei zu betreiben. Somit fand der Antrag der CDU, nachdem ein Antrag auf Schluss der Debatte gestellt worden war, keine Mehrheit.
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Es gab eine Vorlage der Verwaltung zur Neugestaltung des Heinrich-Heine-Platzes, die allerdings gleich zu Beginn der Sitzung in die Fraktion gezogen wurde. Es bleibt abzuwarten, welche Änderungsanträge es in der Juni-Sitzung zu dieser Vorlage geben wird. Ich bin mir sicher, dass die deutliche Kritik, die in der anschließenden Einwohner*innenfragestunde geäußert wurde, ihre Spuren hinterlassen wird. Hier kam zur Sprache, dass die tatsächlichen Laufbeziehungen zwischen der Bushaltestelle und dem Eingang zur U-Bahn sowie den auf den Platz mündenden Straßen durch die geplanten Beete unterbrochen würden, was kurzfristig dazu führen würde, dass diese Anlagen durch Trampelpfade zerstört würden, ganz abgesehen davon, dass diese Unterbrechungen der bisherigen Wegebeziehungen für Sehbehinderte durch eventuell erhöhte Steineinfassungen erhebliche Probleme aufwerfen würden.
Danach ging es um die Neubesetzung eines Sitzes im Integrationsbeirats, wobei interessanterweise der AfD-Vertreter seine Zustimmung gab. Bei der Verteilung der Bezirksratsmittel enthielt er sich aber wieder. Der Antrag, dass die Polizei über die Kriminalstatistik 2019 und 2020 für den Stadtbezirk berichten soll, fand einhellige Zustimmung, die Anhörung ist zudem eine langjährige Tradition. Üblicherweise sind Südstadt und Bult, obwohl an die Stadtmitte angrenzend, eher eine sichere Gegend, aber warten wir den Bericht in der nächsten Sitzung ab. Danach gab mal wieder einen Antrag zum Aufstellen von Fahrradanlehnbügeln um das Zuparken von Straßenecken zu verhindern. Hierzu gab es einen Diskussion, ob es nicht auch andere Möglichkeiten gäbe wie z.B. das Aufstellen von Pflanzkübeln. Ob die steigende Anzahl von E-Bikes ein Argument für Fahrradanlehnbügel ist wage ich allerdings zu bezweifeln, wegen erhöhter Diebstahlsgefahr würde ich die nicht über Nacht draußen stehen lassen.
Eine etwas längere Diskussion gab es dann zum Thema "Parkraumbewirtschaftungszone", umgangssprachlich auch Einwohner*innenparkzone genannt. Hier gab es offenbar eine Vorlage der Verwaltung, die aber wieder von der Tagesordnung genommen wurde. Hierzu wollte die CDU eine öffentliche Informationsveranstaltung. Über deren Wert kann man aber streiten, wenn es noch keinen konkreten Vorschlag der Verwaltung gibt. Zudem sichert eine solche Parkzone ja keinen festen Parkplatz für die Anwohner*innen, sondern nur eine Bevorrechtigung. Zudem "gesetzliche Voraussetzung für die Einrichtung von Parkraumbewirtschaftungszonen nach § 45 Abs. 1b Nr. 2a StVO ist, dass mangels privater Stellflächen und aufgrund eines erheblichen allgemeinen Parkdrucks für die Bewohner des betroffenen städtischen Quartiers regelmäßig keine Möglichkeit besteht, in ortsüblich fußläufig zumutbarer Entfernung von ihrer Wohnung einen Stellplatz für ihr Fahrzeug zu finden. Anwohner i.S.d. Vorschrift ist, wer tatsächlich im fraglichen Gebiet wohnt, mithin nicht nur arbeitet, und eine enge räumliche Verbindung zwischen Wohnung und Parkplatz aufweist." (Quelle: Wissenschaftlicher Dienst des Bundestags) Dies bedeutet, dass die Verwaltung mittels Verkehrszählungen und ähnlichen Untersuchungen die Notwendigkeit der Einrichtung einer solchen Parkzone gerichtsfest nachweisen muss. Dies könnte aber für die westliche Südstadt zwischen Maschsee und Hildesheimer Straße problematisch werden, da die Klagen der Anwohner*innen über Parkplatzmangel immer nur bei Großveranstaltungen (Maschseefest, Konzerte und Fußball im ehemaligen Niedersachsenstadion) erhoben werden, was vielleicht die Verwaltung zögern lässt, eine entsprechende Vorlage beim Bezirksrat einzureichen. Hinzu kommt, dass inzwischen beim Umzug in eine andere Stadt nicht auch automatisch das Auto umgemeldet werden muss. D.h. ein Kennzeichen aus einer anderen Stadt ist kein Beleg dafür, dass Parkplätze von Ortsfremden belegt werden. Wo aber kein Plan der Verwaltung besteht gibt es auch keinen Grund für eine Anwohnerversammlung - außer um politische Rosstäuscherei zu betreiben. Somit fand der Antrag der CDU, nachdem ein Antrag auf Schluss der Debatte gestellt worden war, keine Mehrheit.
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18.4.21
Bezirksrat Südstadt-Bult März 2021
Die Bezirksratssitzung am 17. März war wieder teilweise digital, weshalb aus Rechtsgründen die Durchführung der Einwohner*innenfragestunde nicht möglich war. Gleich zu Anfang reichte die CDU einen Dringlichkeitsantrag ein, den der Rest des Bezirksrats aber nicht als eilbedürftig empfand.
Erster Knackpunkt der Tagesordnung war die Anhörung zu einem Vergleich zwischen der Deutschen Umwelthilfe und der Stadt Hannover, um das Gerichtsverfahren gegen die Stadt zwecks Einhaltung der Umweltvorschriften im Straßenverkehr zu beenden. Die CDU stimmte mit Nein, weil ihr nicht genug Informationen zum Vergleich vorgelegen hätten (dabei ist der Vergleich 16 Seiten lang), der AfD-Vertreter verstieg sich zudem zu der Behauptung, die Umwelthilfe sei ein unseriöser Abmahnverein und die Messwerte zu Schadstoffen im Straßenverkehr beliebig. Der Rest des Bezirksrats wollte dem aber nicht folgen.
Eine weitere Anhörung zur Einrichtung von Velo-Routen führte zu mehreren Wortmeldungen und Hinweisen, wo das Konzept erweitert und verbessert werden könnte. Der AfD-Vertreter behauptete dagegen, Fahrradstraßen brächten für Radfahrer keine Vorteile und statt Radwege auf die Straße zu verlegen sollten die vorhandenen Hochbordradwege saniert werden. Dass die AfD freie Fahrt für Autos favorisiert kam jetzt nicht so überraschend.
Die Anfragen der Bezirksratsfraktionen wurden wieder nicht mündlich vorgetragen und von der Verwaltung beantwortet, sondern sind für die Bürger*innen erst Wochen später im Protokoll nachzulesen.
Anträge aus den Bezirksratsfraktionen gab es nur 5 und zwar zur Verwendung von Bezirksratsgeldern – der AfD-Vertreter enthielt sich interessanterweise diesmal nicht - , zu Ampeln, Fassadenbegrünung und Fußweg-Sanierung, die alle Zustimmung fanden. Nur der CDU-Antrag zum schnelleren Ganztagsausbau der Grundschule Kestnerstraße wurde von 13 Bezirksratsmitgliedern abgelehnt. Damit war auch diese Sitzung relativ zügig beendet.
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Erster Knackpunkt der Tagesordnung war die Anhörung zu einem Vergleich zwischen der Deutschen Umwelthilfe und der Stadt Hannover, um das Gerichtsverfahren gegen die Stadt zwecks Einhaltung der Umweltvorschriften im Straßenverkehr zu beenden. Die CDU stimmte mit Nein, weil ihr nicht genug Informationen zum Vergleich vorgelegen hätten (dabei ist der Vergleich 16 Seiten lang), der AfD-Vertreter verstieg sich zudem zu der Behauptung, die Umwelthilfe sei ein unseriöser Abmahnverein und die Messwerte zu Schadstoffen im Straßenverkehr beliebig. Der Rest des Bezirksrats wollte dem aber nicht folgen.
Eine weitere Anhörung zur Einrichtung von Velo-Routen führte zu mehreren Wortmeldungen und Hinweisen, wo das Konzept erweitert und verbessert werden könnte. Der AfD-Vertreter behauptete dagegen, Fahrradstraßen brächten für Radfahrer keine Vorteile und statt Radwege auf die Straße zu verlegen sollten die vorhandenen Hochbordradwege saniert werden. Dass die AfD freie Fahrt für Autos favorisiert kam jetzt nicht so überraschend.
Die Anfragen der Bezirksratsfraktionen wurden wieder nicht mündlich vorgetragen und von der Verwaltung beantwortet, sondern sind für die Bürger*innen erst Wochen später im Protokoll nachzulesen.
Anträge aus den Bezirksratsfraktionen gab es nur 5 und zwar zur Verwendung von Bezirksratsgeldern – der AfD-Vertreter enthielt sich interessanterweise diesmal nicht - , zu Ampeln, Fassadenbegrünung und Fußweg-Sanierung, die alle Zustimmung fanden. Nur der CDU-Antrag zum schnelleren Ganztagsausbau der Grundschule Kestnerstraße wurde von 13 Bezirksratsmitgliedern abgelehnt. Damit war auch diese Sitzung relativ zügig beendet.
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4.3.21
Bezirksrat Südstadt-Bult Februar 2021
Die Februar-Sitzung (sie war um gut eine Woche verschoben worden) war insoweit eine Premiere, als gut die Hälfte der Mitglieder per Videokonferenz teilnahmen. Dem stand bisher das niedersächsische Kommunalrecht entgegen, was aber Mitte Juli letzten Jahres vom Landtag entsprechend geändert wurde. Keine Ahnung, wie das in anderen Bundesländern läuft, aber der Bundestag hatte schon vorher ein Gesetz beschlossen, dass befristet bis Ende 2020 erlaubte, Betriebsversammlungen und Betriebsratsitzungen auch mit Hilfe audiovisueller Medien durchzuführen – das Gesetz wurde jetzt bis Mitte dieses Jahres verlängert, und wenn dann Corona immer noch nicht ausgestanden ist wird es sicher einen weiteren Nachschlag geben. (Ob die Option später unbegrenzt ermöglicht wird wird wahrscheinlich heftig diskutiert werden, denn eigentlich sollen Betriebsversammlungen und Betriebsratsitzungen vertraulich sein, aber gibt es derzeit Videokonferenzsysteme, die es vollständig verhindern, dass unbefugte Dritte mithören? Ich sage nur Administrator*innen...) In Niedersachsen ist der neue § 182 des Niedersächsischen Kommunalverfassungsgesetzes nicht befristet, sondern zukünftig immer bei einer "epidemischen Lage von nationaler Tragweite" anwendbar, und außerdem sind Bezirksratssitzungen öffentlich und müssen daher auch für Menschen ohne Internet zugänglich sein. Dass die letzten 3 Bezirksratssitzungen noch ohne die Hilfe von Zoom (?) durchgeführt wurden lag vermutlich daran, dass die technischen Voraussetzungen weder im Rathaus noch bei den einzelnen Bezirksratsmitglieder vollständig vorhanden waren. Und es hakte auch gelegentlich bei der jetzigen Sitzung. Die meisten arbeiten mit ihrem Laptosp, ein Mitglied der CDU aber erkennbar mit seinem Smartphone (Bild war hochkant). Bürgermeister Thomas Hermann (ja, es gibt in Hannover neben dem Oberbürgermeister Belit Onay als Verwaltungschef noch einen Bürgermeister, der die Ratssitzungen leitet und ansonsten den Grüßaugust macht) war auch auf der Videoleinwand zu sehen, sagte aber kein Wort. Per Videokonferenz nahmen die Vertreter von den Piraten und der Linken, sowie die meisten CDU- und SPD-Vertreter*innen teil, die Vertreter von FDP und AfD, sowie alle Grünen waren persönlich anwesend.
Am Anfang der Sitzung sollten alle per Video zugeschalteten Bezirksratsmitglieder erklären, dass sie die ihnen zugesandten Datenschutzbestimmungen gelesen haben und mit der Aufzeichnung der Sitzung einverstanden sind. Warum es aus Datenschutzgründen nicht möglich war, in der Einwohner*innenfragestunde sich mündlich zu äußern hat sich mir nicht ganz erschlossen, auf eine schriftliche Frage hätte man dann wahrscheinlich später per E-Mail ein Antwort bekommen. Danach wurde ein neues Mitglied der Bündnis-Grünen-Fraktion vereidigt.
Zu dem im letzten Jahr heftig umstrittenen Spielplatz an der Sallstraße gab es einen neuen Vorschlag der Verwaltung, der allgemein akzeptiert wurde. Ebenso gab der Bezirksrat seine Zustimmung, den Eingangsbereich der neuen Conti-Firmenzentrale an der Pferdeturmkreuzung in „Continentalplaza“ umzubenennen.
Da die Corona-Lage Löcher in der Stadthaushalt reißt ist mal wieder ein Haushaltskonsolidierungsprogramm notwendig. Auf Grund eines grünen Änderungsantrags gab es Streit darüber, inwieweit der Umstieg auf digitale Werbeanlagen auch zu einer Vermehrung von Standorten von Werbeflächen im Stadtbezirk führen dürfe. Als Kompromiss soll die Stadtverwaltung den Bezirksrat nun neue Standorte zur Entscheidung vorlegen. FDP und SPD enthielten sich zum Änderungsantrag, das Konsolidierungsprogramm selbst wurde vom Vertreter der Linken abgelehnt, der AFD-Vertreter enthielt sich. Er enthielt sich auch wie bisher bei der Verteilung der Bezirksratsgelder. Die eigenen Anträge von Rot-Grün und CDU wurden alle einstimmig angenommen.
Zum Schluss berichtete die Stadtverwaltung, dass zukünftig auch ein Kiosk in der Krausenstraße Leistungen der Bundespost anbieten werde, was zu der Befürchtung einiger Bezirksratsmitglieder führte, dass die Postfiliale in der Schlägerstraße geschlossen werden könnte. (Die Geldautomaten sind auch schon seit Monaten nur während der Öffnungszeiten der Filiale zugänglich, angeblich wegen Schutz vor Vandalismus.) Es gab Informationen zum Architektenwettbewerb über der Erweiterungsbau der Wilhelm-Raabe-Schule an der Meterstraße (am Standort der früheren Grundschule – der Knabenchor Hannover sucht einen neuen Standort), Baubeginn soll in 3 Jahren sein. Und eine Straßensanierung am Grasweg wird verschoben wegen Verdacht auf mögliche Bombenfunde, und weil eine Evakuierung der Anwohner*innen unter Corona-Bedingungen nicht zumutbar sei.
Nach 75 Minuten war die Tagesordnung abgearbeitet. Die nächste Sitzung ist bereits Mitte März und dann reden wir über das Neubauvorhaben neben Aldi an der Hildesheimer Straße, sowie den Vergleich zwischen Deutscher Umwelthilfe und Stadt Hannover zur Reduktion von Stickoxyden im Straßenverkehr.
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Am Anfang der Sitzung sollten alle per Video zugeschalteten Bezirksratsmitglieder erklären, dass sie die ihnen zugesandten Datenschutzbestimmungen gelesen haben und mit der Aufzeichnung der Sitzung einverstanden sind. Warum es aus Datenschutzgründen nicht möglich war, in der Einwohner*innenfragestunde sich mündlich zu äußern hat sich mir nicht ganz erschlossen, auf eine schriftliche Frage hätte man dann wahrscheinlich später per E-Mail ein Antwort bekommen. Danach wurde ein neues Mitglied der Bündnis-Grünen-Fraktion vereidigt.
Zu dem im letzten Jahr heftig umstrittenen Spielplatz an der Sallstraße gab es einen neuen Vorschlag der Verwaltung, der allgemein akzeptiert wurde. Ebenso gab der Bezirksrat seine Zustimmung, den Eingangsbereich der neuen Conti-Firmenzentrale an der Pferdeturmkreuzung in „Continentalplaza“ umzubenennen.
Da die Corona-Lage Löcher in der Stadthaushalt reißt ist mal wieder ein Haushaltskonsolidierungsprogramm notwendig. Auf Grund eines grünen Änderungsantrags gab es Streit darüber, inwieweit der Umstieg auf digitale Werbeanlagen auch zu einer Vermehrung von Standorten von Werbeflächen im Stadtbezirk führen dürfe. Als Kompromiss soll die Stadtverwaltung den Bezirksrat nun neue Standorte zur Entscheidung vorlegen. FDP und SPD enthielten sich zum Änderungsantrag, das Konsolidierungsprogramm selbst wurde vom Vertreter der Linken abgelehnt, der AFD-Vertreter enthielt sich. Er enthielt sich auch wie bisher bei der Verteilung der Bezirksratsgelder. Die eigenen Anträge von Rot-Grün und CDU wurden alle einstimmig angenommen.
Zum Schluss berichtete die Stadtverwaltung, dass zukünftig auch ein Kiosk in der Krausenstraße Leistungen der Bundespost anbieten werde, was zu der Befürchtung einiger Bezirksratsmitglieder führte, dass die Postfiliale in der Schlägerstraße geschlossen werden könnte. (Die Geldautomaten sind auch schon seit Monaten nur während der Öffnungszeiten der Filiale zugänglich, angeblich wegen Schutz vor Vandalismus.) Es gab Informationen zum Architektenwettbewerb über der Erweiterungsbau der Wilhelm-Raabe-Schule an der Meterstraße (am Standort der früheren Grundschule – der Knabenchor Hannover sucht einen neuen Standort), Baubeginn soll in 3 Jahren sein. Und eine Straßensanierung am Grasweg wird verschoben wegen Verdacht auf mögliche Bombenfunde, und weil eine Evakuierung der Anwohner*innen unter Corona-Bedingungen nicht zumutbar sei.
Nach 75 Minuten war die Tagesordnung abgearbeitet. Die nächste Sitzung ist bereits Mitte März und dann reden wir über das Neubauvorhaben neben Aldi an der Hildesheimer Straße, sowie den Vergleich zwischen Deutscher Umwelthilfe und Stadt Hannover zur Reduktion von Stickoxyden im Straßenverkehr.
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19.12.20
Bezirksrat Südstadt-Bult Dezember 2020
Die letzte Bezirksratsitzung im Jahr hat traditionell den Stadthaushalt des kommenden Jahres zum Thema. In früheren Jahren hat das Thema oft sehr viel Zeit in Anspruch genommen, aber diesmal war es kurz und bündig und die ganze Sitzung nach 50 Minuten vorbei. Okay, kein*e Bürger*in wollte etwas fragen, das spart schon mal Zeit, ebenso gab es keinen Bericht zu Bauvorhaben und vom Stadtbezirksmanagement, und die Grünen wollten Ihre Anfrage auch nicht in der Sitzung mündlich beantwortet haben. Andererseits lies das Fehlen von Verwaltungsvertreter*innen einige Fragen offen, auch wenn die Vorlage trotzdem Zustimmung fand.
Es gab 6 Änderungsanträge zum Stadthaushalt, so soll die ökologische Spielplatz- und Schulhofsanierung fortgesetzt werden – der AfD-Vertreter (ohne Atemschutzmaske) war dagegen – und die Anträge auf Unterstützung des Vereins zur Förderung der Fotografie, sowie auf Zusatzmaßnahmen zum Schutz vor Covid 19 - ein Antrag des Vertreters der Piraten – fanden Mehrheiten. Mehrheitlich abgelehnt wurden die Bereitstellung von Geldern für Personal, dass beim Maschseefest Zufahrtskontrollen durchführen soll (ist Aufgabe des Veranstalters, nicht der Stadt), für Spielgeräte für Kinder bis 3 Jahren (wird bereits bei der ökologische Spielplatzsanierung berücksichtig) und für den Piratenantrag zur Umgestaltung von 2 Kreuzungen der Straße In Der Tiefenriede (ist bereits in einem anderen Straßensanierungsprogramm enthalten). Mit den entsprechenden Änderungen fand der Haushalt dann die Zustimmung aller Anwesenden außer von der AfD. Interessanterweise gab es keinen Änderungsantrag der AfD zum Haushalt, obwohl AfD-Anträge in einer früheren Sitzung abgelehnt wurden mit dem Argument sie seien haushaltsrelevant und müssten zu den Haushaltsverhandlungen eingebracht werden. Keine Ahnung, warum sich die AfD diese Chance auf Profilierung entgehen lies.
Der gescheiterte Dringlichkeitsantrag der CDU aus der letzten Sitzung fand auch als normaler Antrag keine Zustimmung von Seiten der anderen Parteivertreter*innen und der AfD-Vertreter enthielt sich wieder bei der Verteilung von Bezirksratsgeldern. Am Rande ist noch zu erwähnen, das der Neujahrsempfang des Bezirksrat ausfällt, aber es auch keine Ehrenpreisverleihung des Bezirksrats geben wird, weil es in 2020 keine Vorschläge gab, wer wofür zu ehren sei.
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Es gab 6 Änderungsanträge zum Stadthaushalt, so soll die ökologische Spielplatz- und Schulhofsanierung fortgesetzt werden – der AfD-Vertreter (ohne Atemschutzmaske) war dagegen – und die Anträge auf Unterstützung des Vereins zur Förderung der Fotografie, sowie auf Zusatzmaßnahmen zum Schutz vor Covid 19 - ein Antrag des Vertreters der Piraten – fanden Mehrheiten. Mehrheitlich abgelehnt wurden die Bereitstellung von Geldern für Personal, dass beim Maschseefest Zufahrtskontrollen durchführen soll (ist Aufgabe des Veranstalters, nicht der Stadt), für Spielgeräte für Kinder bis 3 Jahren (wird bereits bei der ökologische Spielplatzsanierung berücksichtig) und für den Piratenantrag zur Umgestaltung von 2 Kreuzungen der Straße In Der Tiefenriede (ist bereits in einem anderen Straßensanierungsprogramm enthalten). Mit den entsprechenden Änderungen fand der Haushalt dann die Zustimmung aller Anwesenden außer von der AfD. Interessanterweise gab es keinen Änderungsantrag der AfD zum Haushalt, obwohl AfD-Anträge in einer früheren Sitzung abgelehnt wurden mit dem Argument sie seien haushaltsrelevant und müssten zu den Haushaltsverhandlungen eingebracht werden. Keine Ahnung, warum sich die AfD diese Chance auf Profilierung entgehen lies.
Der gescheiterte Dringlichkeitsantrag der CDU aus der letzten Sitzung fand auch als normaler Antrag keine Zustimmung von Seiten der anderen Parteivertreter*innen und der AfD-Vertreter enthielt sich wieder bei der Verteilung von Bezirksratsgeldern. Am Rande ist noch zu erwähnen, das der Neujahrsempfang des Bezirksrat ausfällt, aber es auch keine Ehrenpreisverleihung des Bezirksrats geben wird, weil es in 2020 keine Vorschläge gab, wer wofür zu ehren sei.
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25.11.20
Bezirksrat Südstadt-Bult November 2020
Die heutige Sitzung begann mit einer Viertel Stunde Verspätung, weil der Bezirksbürgermeister aufgehalten wurde. Es gab wieder ein neues Bezirksratsmitglied, eine Gedenkminute für 2 verstorbene ehemalige Mitglieder, und ein Dringlichkeitsantrag der CDU fand keine Zustimmung (er steht dann erst in der nächsten Sitzung auf der Tagesordnung).
Der Vertreter der AfD enthielt sich wie üblich bei der Verteilung von Bezirksratsgeldern und war auch der Ansicht, auf Festen sollte ruhig weiter Plastikgeschirr verwendet werden. Der Rest an Abstimmungen verlief einstimmig und nach 45 Minuten gingen alle nach Hause.
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Der Vertreter der AfD enthielt sich wie üblich bei der Verteilung von Bezirksratsgeldern und war auch der Ansicht, auf Festen sollte ruhig weiter Plastikgeschirr verwendet werden. Der Rest an Abstimmungen verlief einstimmig und nach 45 Minuten gingen alle nach Hause.
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16.10.20
Bezirksrat Südstadt-Bult September 2020
Zahlreiche Bürger*innen waren diesmal da, es ging um den geplanten Neubau an der Hildesheimer Straße, dort wo die aufgegebene Tankstelle und ein kleiner Aldi-Markt stehen. An deren Stelle soll ein Neubau mit Büros, Wohnungen, einem Kiosk und einem neuen großen Aldi-Markt entstehen. Das Auftreten der Bürger*innen war geprägt von einer Vollkaskomentalität, also kein zusätzlicher Verkehr, insbesondere Lieferverkehr, kein Kiosk, weil da dann Jugendliche und anderes Gesindel rumlungert und Lärm macht, kein Verlust von Parkplätzen und der Bezirksrat soll Geld geben, damit die Anwohner*innen gegen die Stadt klagen können. Und überhaupt möchten alle Anwohner*innen vorher persönlich um Erlaubnis gefragt werden, ob dort gebaut werden darf. Vorher in die Zeitung schauen, wo die Auslage von B-Plänen angekündigt wird, und dann im Bauamt selbst in die Unterlagen schauen und eine Stellungnahme schreiben? Eigeninitiative, nicht mit uns! Der Knaller kam erst am Schluß, denn über dem Aldi-Markt sitzt eine Klavierschule, deren Mietvertrag noch einige Jahre läuft und die noch keine anderen Räume gefunden hat. Damit dürfte das Bauvorhaben in weite Ferne rücken...< br/>
Ansonsten gab es einen Dringlichkeitsantrag der CDU zur Aufstellung von Fahrradanlehnbügeln an der Grundschule Tiefenriede. Weitere Anträge zu verschiedenen Verkehrsthemen wurden einstimmig angenommen, außer dem CDU-Antrag zur „Optimierung des Ideen- und Beschwerdemanagements www.hannover-hinweis.de“. Zu Recht wurde kritisiert, dass dies kein lokales, sondern ein gesamtstädtisches Thema sei, der Antrag somit in den Rat gehöre und nicht in einem Bezirksrat.
Ansonsten gab es einen Dringlichkeitsantrag der CDU zur Aufstellung von Fahrradanlehnbügeln an der Grundschule Tiefenriede. Weitere Anträge zu verschiedenen Verkehrsthemen wurden einstimmig angenommen, außer dem CDU-Antrag zur „Optimierung des Ideen- und Beschwerdemanagements www.hannover-hinweis.de“. Zu Recht wurde kritisiert, dass dies kein lokales, sondern ein gesamtstädtisches Thema sei, der Antrag somit in den Rat gehöre und nicht in einem Bezirksrat.
Tiefpunkt der Sitzung war, dass Anfragen nur noch schriftlich beantwortet werden, also nicht in der Sitzung vorgelesen und von der Verwaltung beantwortet. Stattdessen dürfen die Bürger dann Monate später das Sitzungsprotokoll im Internet suchen. Transparenz und Bürgernähe geht anders. Der AfD-Vertreter war übrigens in der Sitzung nicht anwesend.
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24.7.20
Bezirksrat Südstadt-Bult Juni 2010
Der interessanteste Tagesordnungspunkt war die Anhörung zur Widmung des Grabes von Arthur Menge als "bedeutende Grabstätte". Arthur Menge war von 1925 bis 1937 Oberbürgermeister von Hannover, nach ihm ist die Straße am Maschsee-Nordufer benannt. Dass Menge bis 1937 im Amt bleiben konnte obwohl er kein NSDAP-Mitglied war liegt möglicherweise an seiner Fördermitgliedschaft der SS. Diese nichtaktiven Mitglieder der SS galten nach 1945 nicht automatisch als Belastete. Auch wurde Menge 1944 zu einer Zuchthausstrafe wegen seiner Nähe zum Widerstand vom 20. Juli verurteilt. Menge war also eine durchaus zwiespältige Figur der hannoverschen Geschichte. Die Meinungen im Bezirksrat waren gespalten, einige waren der Ansicht, ein Straßenname reiche aus, andere vermuteten, die Nachkommen Menges wollten sich nur um die Grabpflegekosten drücken. Auch sei für Außenstehende nicht ersichtlich, was der Unterschied zwischen einem Ehrengrab und einer bedeutenden Grabstätte sei, insbesondere wenn es keine entsprechende Erklärung am Grab gebe, schließlich sei auch Fritz Haarmann eine „bedeutende“ Person der hannoverschen Stadtgeschichte gewesen. Am Schluß stimmte der Bezirksrat mit 13 Nein-Stimmen (bei 3 Ja-Stimmen und 3 Enthaltungen) gegen das Begehren.
Die Einwohnerfragestunde drehte sich um die Straßensanierung in der Sextrostraße, ob man den Fahrradweg an der Hildesheimer Straße in beide Fahrrichtungen freigeben könne, um Fußgängerschilder an der Maschsee-Nordseite und eine problematische Verkehrssituation an der Maschsee-Quelle. Der AfD-Vertreter enthielt sich wieder der Stimme bei den Finanzanträgen des Integrationsbeirats und des Stadtbezirksrats. Danach kam erneut das Thema Schmuckplatz (siehe Februar-Sitzung) zur Diskussion, denn die CDU hatte sich den Vorschlag eines Anwohner zu eigen gemacht, daraus einen Antrag gebastelt und dafür Prügel bekommen, weil sie den Vorschlag nicht schon im Februar eingebracht habe und warum sie der Ansicht sei, das dieser Vorschlag bürgernäher sei als dass, was die Verwaltung unter Beteiligung zahlreicher Anwohner erarbeitet habe. Nach Ansicht der CDU sei es aber wichtig, in Corona-Zeiten Kosten zu sparen und deshalb den Schmuckplatz so einfach wie möglich wiederherzurichten ohne die teuren Wünsche von Kindern und Jugendlichen.< br/>
Zum Schluß gab es noch 2 Anträge des AfD-Vertreters zur Errichtung einer öffentlichen Toilette am Maschsee-Südufer und einer Fahrrradreparaturstation am Maschsee. Beide Anträge fielen durch, die Gründe habe ich vergessen, wahrscheinlich war es wieder der Fall, dass solche Vorhaben wegen fehlender Etats nicht aus dem laufenden Haushalt finanziert werden können, sondern dafür extra Anträge zu den Haushaltsverhandlungen eingebracht werden müssen.
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Die Einwohnerfragestunde drehte sich um die Straßensanierung in der Sextrostraße, ob man den Fahrradweg an der Hildesheimer Straße in beide Fahrrichtungen freigeben könne, um Fußgängerschilder an der Maschsee-Nordseite und eine problematische Verkehrssituation an der Maschsee-Quelle. Der AfD-Vertreter enthielt sich wieder der Stimme bei den Finanzanträgen des Integrationsbeirats und des Stadtbezirksrats. Danach kam erneut das Thema Schmuckplatz (siehe Februar-Sitzung) zur Diskussion, denn die CDU hatte sich den Vorschlag eines Anwohner zu eigen gemacht, daraus einen Antrag gebastelt und dafür Prügel bekommen, weil sie den Vorschlag nicht schon im Februar eingebracht habe und warum sie der Ansicht sei, das dieser Vorschlag bürgernäher sei als dass, was die Verwaltung unter Beteiligung zahlreicher Anwohner erarbeitet habe. Nach Ansicht der CDU sei es aber wichtig, in Corona-Zeiten Kosten zu sparen und deshalb den Schmuckplatz so einfach wie möglich wiederherzurichten ohne die teuren Wünsche von Kindern und Jugendlichen.< br/>
Zum Schluß gab es noch 2 Anträge des AfD-Vertreters zur Errichtung einer öffentlichen Toilette am Maschsee-Südufer und einer Fahrrradreparaturstation am Maschsee. Beide Anträge fielen durch, die Gründe habe ich vergessen, wahrscheinlich war es wieder der Fall, dass solche Vorhaben wegen fehlender Etats nicht aus dem laufenden Haushalt finanziert werden können, sondern dafür extra Anträge zu den Haushaltsverhandlungen eingebracht werden müssen.
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24.5.20
Bezirksrat Südstadt-Bult Mai 2020
Nachdem die März-Sitzung wegen des Corona-Shutdowns ausgefallen war gab es heute eine lange Tagesordnung, doch nach einer Stunde war alles vorbei. Eine Verwaltungsvorlage und 2 Anträge von CDU bzw. AfD wurden in die Fraktion gezogen, der Rest zumeist einstimmig abgenickt, 2 Änderungsanträge wurden angenommen. Der Vertreter der AfD war gegen die Errichtung von Ladestationen für Elektroautos anlässlich einer Straßenerneuerung und enthielt sich bei den Finanzanträgen aus dem Integrationsbeirat sowie einem Teil der Bewilligungen aus den Bezirksratsmitteln.
Der sonstige Informationsgehalt der Sitzung war gering, es gab kaum Nachfragen zu den Anträgen und die Anfragen wurden außer einer gar nicht verlesen, da die Verwaltung nur schriftlich antworten wollte oder sollte. Lag vielleicht auch daran, dass ich die meiste Zeit der einzige Zuhörer war. Die Sitzung fand übrigens im Neuen Rathaus im großen Sitzungssaal statt damit die Abstandsregeln eingehalten werden konnten.
Daneben gab es wieder mal einen Wechsel bei den Mitgliedern der SPD-Fraktion, weil ein Mitglied das Mandat niedergelegt hatte. Einem solchen Mandatsverzicht muss der Bezirksrat zustimmen, was er auch immer bisher tat, aber ich frage mich, was passiert eigentlich, wenn der Bezirksrat nicht zustimmt? Darf dann niemand nachrücken? Wie soll jemand ihr/sein Bezirksratsmandat ausüben, die/der weggezogen oder gar verstorben ist? Welchen Sinn hat diese Zustimmung zum Mandatsverlust?
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Sitzungsunterlagen der ausgefallenen März-Sitzung
Der sonstige Informationsgehalt der Sitzung war gering, es gab kaum Nachfragen zu den Anträgen und die Anfragen wurden außer einer gar nicht verlesen, da die Verwaltung nur schriftlich antworten wollte oder sollte. Lag vielleicht auch daran, dass ich die meiste Zeit der einzige Zuhörer war. Die Sitzung fand übrigens im Neuen Rathaus im großen Sitzungssaal statt damit die Abstandsregeln eingehalten werden konnten.
Daneben gab es wieder mal einen Wechsel bei den Mitgliedern der SPD-Fraktion, weil ein Mitglied das Mandat niedergelegt hatte. Einem solchen Mandatsverzicht muss der Bezirksrat zustimmen, was er auch immer bisher tat, aber ich frage mich, was passiert eigentlich, wenn der Bezirksrat nicht zustimmt? Darf dann niemand nachrücken? Wie soll jemand ihr/sein Bezirksratsmandat ausüben, die/der weggezogen oder gar verstorben ist? Welchen Sinn hat diese Zustimmung zum Mandatsverlust?
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Sitzungsunterlagen der ausgefallenen März-Sitzung
29.2.20
Bezirksrat Südstadt-Bult Februar 2020
Dummerweise hatte ich keinen Kugelschreiber dabei, um mir Notizen zu machen, andererseits war nach eineinhalb Stunden alles vorbei, also war nicht so viel zu merken. Herr Weinem von den Piraten machte eine gute Bezirksratsarbeit mit 2 Anfragen und einem (zurückgezogenen) Antrag. Herr Hauptstein von der AfD dagegen reagierte nur auf die Verwaltungsvorlagen und Anträge der anderen Bezirksratsmitglieder. Das taten zwar auch die Einzelvertreter von FDP und Linke, aber die sind nicht in meinem Beobachtungsfokus.
Rot-grüne Anträge werden zumeist durchgewunken, bei CDU-Anträgen wird dagegen öfter mal gemäkelt. So fand aktuell der CDU-Antrag, Flächen vor Elektroladesäulen grün zu markieren, keine Zustimmung der anderen Parteien, u.a. weil grüne Flächen in der Dunkelheit nicht auffallen (und gelbe Flächen zu fordern hat sich die CDU verkniffen, weil ihr das möglicherweise als Werbung für einen privaten Stromanbieter ausgelegt worden wäre?).
Aber zurück zum AfD-Vertreter. Bei der Abstimmung über Zuwendungen aus dem Bezirksratsetat an örtliche Vereine und Kulturschaffende enthielt er sich, und die Verwaltungsvorlage über Zuwendungen an Vereine der Stadtteilkulturarbeit lehnte er als einziger ab, weil doch die Stadt hoch verschuldet sei, mensch daher sparen müsse um nicht die zukünftigen Generationen zu belasten. Als ob das Geld, das so eingespart werde, nicht an anderer Stelle ausgegeben werden müsste für die dann arbeitslos gewordenen Kulturschaffenden. Und da Stadtteilkulturarbeit unterschiedliche Menschen zusammenbringt und das soziale Miteinander in der Stadt fördert, war die AfD-Gegenstimme wohl auch unterschwellig von der Angst bestimmt, dass sich hierdurch das Wählerpotential dieser Partei in Luft auflösen könnte.
Kurios war dagegen die Debatte um die Erneuerung des kleinen Spielplatzes am Struckmeyerbrunnen an der vielbefahrenen Sallstraße. Belastet wurde die Debatte durch die Tatsache, dass die Verwaltung bereits im Vorfeld zahlreiches Gehölz, dass der Planung im Weg gewesen wäre, abgeräumt und im gewissen Sinne die Politik vor vollendete Tatsachen gestellt hatte. Während die Grünen sich neben einigen Mäkeleien positiv zu der Verwaltungsvorlage äußerten und davor warnten, die an der Planung beteiligten Kinder und Anwohner zu enttäuschen, erinnerte die CDU daran, dass sie sich schon immer einen Mehr-Generationen-Platz haben wollte und die SPD meinte, dass das Geld besser in den ein paar Ecken weiter gelegenen Spielplatz an der Großen Barlinge investiert werden sollte. So kam es, dass neben den Grünen nur noch der AfD-Vertreter dem Plan der Verwaltung zustimmte, die Mehrheit aber dagegen war. Wie es nun mit dem „Schmuckplatz“ weitergehen sollte wusste aber keiner. Dumm gelaufen.
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Rot-grüne Anträge werden zumeist durchgewunken, bei CDU-Anträgen wird dagegen öfter mal gemäkelt. So fand aktuell der CDU-Antrag, Flächen vor Elektroladesäulen grün zu markieren, keine Zustimmung der anderen Parteien, u.a. weil grüne Flächen in der Dunkelheit nicht auffallen (und gelbe Flächen zu fordern hat sich die CDU verkniffen, weil ihr das möglicherweise als Werbung für einen privaten Stromanbieter ausgelegt worden wäre?).
Aber zurück zum AfD-Vertreter. Bei der Abstimmung über Zuwendungen aus dem Bezirksratsetat an örtliche Vereine und Kulturschaffende enthielt er sich, und die Verwaltungsvorlage über Zuwendungen an Vereine der Stadtteilkulturarbeit lehnte er als einziger ab, weil doch die Stadt hoch verschuldet sei, mensch daher sparen müsse um nicht die zukünftigen Generationen zu belasten. Als ob das Geld, das so eingespart werde, nicht an anderer Stelle ausgegeben werden müsste für die dann arbeitslos gewordenen Kulturschaffenden. Und da Stadtteilkulturarbeit unterschiedliche Menschen zusammenbringt und das soziale Miteinander in der Stadt fördert, war die AfD-Gegenstimme wohl auch unterschwellig von der Angst bestimmt, dass sich hierdurch das Wählerpotential dieser Partei in Luft auflösen könnte.
Kurios war dagegen die Debatte um die Erneuerung des kleinen Spielplatzes am Struckmeyerbrunnen an der vielbefahrenen Sallstraße. Belastet wurde die Debatte durch die Tatsache, dass die Verwaltung bereits im Vorfeld zahlreiches Gehölz, dass der Planung im Weg gewesen wäre, abgeräumt und im gewissen Sinne die Politik vor vollendete Tatsachen gestellt hatte. Während die Grünen sich neben einigen Mäkeleien positiv zu der Verwaltungsvorlage äußerten und davor warnten, die an der Planung beteiligten Kinder und Anwohner zu enttäuschen, erinnerte die CDU daran, dass sie sich schon immer einen Mehr-Generationen-Platz haben wollte und die SPD meinte, dass das Geld besser in den ein paar Ecken weiter gelegenen Spielplatz an der Großen Barlinge investiert werden sollte. So kam es, dass neben den Grünen nur noch der AfD-Vertreter dem Plan der Verwaltung zustimmte, die Mehrheit aber dagegen war. Wie es nun mit dem „Schmuckplatz“ weitergehen sollte wusste aber keiner. Dumm gelaufen.
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22.12.19
Bezirksrat Südstadt-Bult Dezember 2019
Keine Überraschungen in der letzten Sitzung des Bezirksrats im Jahr 2019: konstruktive Mitarbeit des Piraten-Vertreters, Absitzen der Sitzungsdauer seitens des AfD-Vertreters.
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23.11.19
Bezirksrat Südstadt-Bult November 2019
Die Sitzung begann mit einem Dringlichkeitsantrag, einer Resolution zum bevorstehenden NPD-Aufmarsch gegen kritische Journalisten. Auch wenn der AfD-Vertreter nicht an den von den übrigen Bezirksratsmitgliedern erarbeiteten Antrag beteiligt worden war, so erklärte er doch für die deutlich formulierte Resolution "Pressefreiheit sicher" zu stimmen. Das war so nicht unbedingt zu erwarten gewesen, andererseits hätte eine Enthaltung oder Nein-Stimme seine politische Isolierung nur potenziert.
Anfragen und Anträge gab es diesmal nur von Rot-Grün und der CDU. Die Rot-Grünen-Anträge fanden alle Zustimmung, insbesondere die Resolution zum ehemaligen TiHo-Sportplatz in der Bult, ein auch in der Einwohner*innenfragestunde immer wieder auftauchendes Thema. Das Grundstück war damals von der CDU-Landesregierung an privat verkauft worden, Rat und Bezirksrat weigern sich jedoch den Bebauungsplan zu ändern und auf der Fläche Wohnbebauung zu erlauben. Den Sportplatz wieder herzustellen scheitert jedoch an den Forderungen des Eigentümers. So herrscht hier seit Jahren Stillstand, den der Investor offenbar mit einer Kampagne im Stadtteil aufzubrechen versucht, was die Anwohner*innen verunsichert. Verwaltung und Politik bleiben jedoch standfest.
Bei den CDU-Anträgen gab Diskussionen, einer wurde in die Fraktion gezogen, zwei wurden zurückgezogen (dafür schloss sich die CDU einem rot-grünen Antrag zum gleichen Thema an) und der letzte Antrag zum Thema Ermittlung von Geschwindigkeitsübertretungen am Rudolf-von-Bennigsen-Ufer wurde unter kräftiger Mithilfe eines anwesenden Stadtratsmitglied der FDP verbessert. Diese unterschiedliche Qualität von CDU-Anträgen gegenüber denen von SPD und Grünen fällt immer wieder auf und ist mir eigentlich unerklärlich, haben doch beide Gruppierungen Mitglieder mit langer Politikerfahrung. Möglicherweise interessieren sich SPD und Grüne mehr für den Stadtbezirk, die CDU mehr für ihr Ansehen bei ihren Wähler*innen?
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Anfragen und Anträge gab es diesmal nur von Rot-Grün und der CDU. Die Rot-Grünen-Anträge fanden alle Zustimmung, insbesondere die Resolution zum ehemaligen TiHo-Sportplatz in der Bult, ein auch in der Einwohner*innenfragestunde immer wieder auftauchendes Thema. Das Grundstück war damals von der CDU-Landesregierung an privat verkauft worden, Rat und Bezirksrat weigern sich jedoch den Bebauungsplan zu ändern und auf der Fläche Wohnbebauung zu erlauben. Den Sportplatz wieder herzustellen scheitert jedoch an den Forderungen des Eigentümers. So herrscht hier seit Jahren Stillstand, den der Investor offenbar mit einer Kampagne im Stadtteil aufzubrechen versucht, was die Anwohner*innen verunsichert. Verwaltung und Politik bleiben jedoch standfest.
Bei den CDU-Anträgen gab Diskussionen, einer wurde in die Fraktion gezogen, zwei wurden zurückgezogen (dafür schloss sich die CDU einem rot-grünen Antrag zum gleichen Thema an) und der letzte Antrag zum Thema Ermittlung von Geschwindigkeitsübertretungen am Rudolf-von-Bennigsen-Ufer wurde unter kräftiger Mithilfe eines anwesenden Stadtratsmitglied der FDP verbessert. Diese unterschiedliche Qualität von CDU-Anträgen gegenüber denen von SPD und Grünen fällt immer wieder auf und ist mir eigentlich unerklärlich, haben doch beide Gruppierungen Mitglieder mit langer Politikerfahrung. Möglicherweise interessieren sich SPD und Grüne mehr für den Stadtbezirk, die CDU mehr für ihr Ansehen bei ihren Wähler*innen?
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26.9.19
Bezirksrat Südstadt-Bult September 2019
Die September-Sitzung war etwas unruhig, da einige CDU-Mitglieder wiederholt und für längere Zeit den Sitzungssaal verließen (vermutlich um Gespräche mit Bürger*innen zu führen zu Themen, die in der Einwohner*innenfragestunde angesprochen wurden), was nach Protesten seitens der SPD wegen offenbar mangelndem Interesse an der Arbeit des Bezirksrats zu einer Rüge des Bezirksbürgermeisters führte.
Ansonsten wurden die Vorlagen der Verwaltung und die meisten eigenen Anträge einstimmig angenommen, darunter auch 2 Anträge des Piraten-Vertreters. Interessant dabei war zu erfahren, dass die Straßenlaternen der Stadt Hannover gehören, aber von enercity betrieben werden, weshalb nicht enercity, sondern die Stadt darüber entscheiden muss, ob an den Laternen testweise Ladestationen für Elektrofahrzeuge errichtet werden können. Erwartungsgemäß war der AfD-Vertreter der einzige Gegner dieses Antrags, er hält Diesel für die bessere Zukunftstechnologie, ersparte uns dazu aber längere Ausführungen. Daneben enthielt er sich wie immer der Stimme als es um die Verteilung der Finanzmittel des Integrationsbeirats ging.
Natürlich war auch das Maschseefest wieder Thema einer Anfrage, auf die die Verwaltung mitteilte, dass von den ermittelten Parksündern nur ein Drittel auswärtige Besucher*innen waren. Offenbar fahren Hannoveraner*innen lieber besoffen Auto statt Öffis oder Taxen zu benutzen oder solchen neumodischen Schnickschnack wie MOIA.
Die einzige Kontroverse an diesem Abend gab es um den Parkplatz des NDR am Maschseeufer, der gern als Stellplatz für Wohnmobile genutzt wird und offenbar zunehmend bei Tourist*innen populärer wird. Rot-Grün möchte gerne eine Höhenbegrenzung an der Parkplatzeinfahrt, um so das Einfahren von Wohnmobilen zu verhindern. Die CDU hatte dazu keine Meinung, Linke, FDP und AfD waren dagegen und der anwesende Kontaktbereichsbeamte meinte, dass der Versuch, auswärtige Wohnmobile auszusperren, rechtlich unzulässig sei.
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Ansonsten wurden die Vorlagen der Verwaltung und die meisten eigenen Anträge einstimmig angenommen, darunter auch 2 Anträge des Piraten-Vertreters. Interessant dabei war zu erfahren, dass die Straßenlaternen der Stadt Hannover gehören, aber von enercity betrieben werden, weshalb nicht enercity, sondern die Stadt darüber entscheiden muss, ob an den Laternen testweise Ladestationen für Elektrofahrzeuge errichtet werden können. Erwartungsgemäß war der AfD-Vertreter der einzige Gegner dieses Antrags, er hält Diesel für die bessere Zukunftstechnologie, ersparte uns dazu aber längere Ausführungen. Daneben enthielt er sich wie immer der Stimme als es um die Verteilung der Finanzmittel des Integrationsbeirats ging.
Natürlich war auch das Maschseefest wieder Thema einer Anfrage, auf die die Verwaltung mitteilte, dass von den ermittelten Parksündern nur ein Drittel auswärtige Besucher*innen waren. Offenbar fahren Hannoveraner*innen lieber besoffen Auto statt Öffis oder Taxen zu benutzen oder solchen neumodischen Schnickschnack wie MOIA.
Die einzige Kontroverse an diesem Abend gab es um den Parkplatz des NDR am Maschseeufer, der gern als Stellplatz für Wohnmobile genutzt wird und offenbar zunehmend bei Tourist*innen populärer wird. Rot-Grün möchte gerne eine Höhenbegrenzung an der Parkplatzeinfahrt, um so das Einfahren von Wohnmobilen zu verhindern. Die CDU hatte dazu keine Meinung, Linke, FDP und AfD waren dagegen und der anwesende Kontaktbereichsbeamte meinte, dass der Versuch, auswärtige Wohnmobile auszusperren, rechtlich unzulässig sei.
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30.8.19
Bezirksrat Südstadt-Bult August 2019
Die August-Sitzung war teilweise etwas konfus, insbesondere die Anhörung zum Thema "Fehlnutzung von Wohnräumen durch gewerbliche Anbieter". Während Herr Beckmann von dem Vermieterverein Haus & Grund Airbnb lobte, weil jetzt junge Leute auch ohne dicken Geldbeutel andere Städte besuchen könnten, war der Vertreter des Mieterbundes zu keinen konkreten Angaben zum Missbrauch von Wohnungen für andere Zwecke als Wohnen im Stadtbezirk in der Lage. Da waren die anwesenden Politiker besser im Bilde, was über airbnb, ebay-Kleinanzeigen und die Mitwohnzentrale so alles in Südstadt und Bult angeboten wird – wobei die Frage, wann denn Missbrauch von Wohnraum vorliegt und wann nicht, auch nicht eindeutig zu beantworten ist. Jedenfalls sind die Überlegungen zu einer entsprechenden Verordnung gegen Missbrauch auf Stadtratsebene erst ganz am Anfang. Abschließend durfte der Hinweis nicht fehlen, dass das Problem nicht der Missbrauch von Wohnraum sei, sondern der fehlende Neubau von Wohnungen, wie sich an dem seit ungefähr 20 Jahren unbebauten Wasserstadt-Gelände im Stadtteil Limmer zeige.
Ebenso konfus und sinnlos war die Diskussion um das Bauvorhaben auf dem Gelände der ehemaligen Tankstelle und dem benachbarten Aldi-Markt an der Hildesheimer Straße. Hier wollten die Politiker schon Detailfragen beantwortet haben, obwohl weder ein konkreter Bauantrag noch ein geänderter Bebauungsplan vorliegen. Eine weitere Vorlage zu einem geplanten Bauvorhaben im Stadtteil Bult wurde in die Fraktion gezogen. Kurzfristig waren noch 4 weitere Verwaltungsvorlagen u.a. zu Baumaßnahmen an Schulen im Stadtbezirk auf die Tagesordnung gesetzt worden. Obwohl die Versorgung mit Kindergartenplätzen zu den Pflichtaufgaben der Verwaltung gehört vertrat ein Bezirksratsmitglied ernsthaft die Ansicht, dass Parkplätze für Nutzer von Schulsporthallen wichtiger seien, was heftigen Widerspruch hervorrief.
Nach diesen Tagesordnungspunkten trat eine gewisse Erschöpfung ein, weshalb fast alle Anträge aus den Reihen des Bezirksrats selbst abgenickt wurden. Ansonsten gab es eine Schweigeminute für Rosemarie Hochhut, die lange Jahre Mitglied im Bezirksrat und Stadtrat und zuletzt im Seniorenbeirat war, ferner die Informationen der Verwaltung, dass es für nur 1,28% der im Stadtbezirk befindlichen Bäume Baupaten gäbe und bezüglich des Feuerwache an der Jordanstraße die Verwaltung noch keine weiteren Überlegungen angestellt habe, sondern erst einmal die städtischen Bedarfe prüfe. Von Seiten der anwesenden Bürger*innen gab es die erwartbaren Beschwerden über die Folgen des Maschseefests, sowie Klagen über besoffene Besucher der Gilde-Brauerei und wartende LKW-Fahrer, die die Straße blockieren.
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Ebenso konfus und sinnlos war die Diskussion um das Bauvorhaben auf dem Gelände der ehemaligen Tankstelle und dem benachbarten Aldi-Markt an der Hildesheimer Straße. Hier wollten die Politiker schon Detailfragen beantwortet haben, obwohl weder ein konkreter Bauantrag noch ein geänderter Bebauungsplan vorliegen. Eine weitere Vorlage zu einem geplanten Bauvorhaben im Stadtteil Bult wurde in die Fraktion gezogen. Kurzfristig waren noch 4 weitere Verwaltungsvorlagen u.a. zu Baumaßnahmen an Schulen im Stadtbezirk auf die Tagesordnung gesetzt worden. Obwohl die Versorgung mit Kindergartenplätzen zu den Pflichtaufgaben der Verwaltung gehört vertrat ein Bezirksratsmitglied ernsthaft die Ansicht, dass Parkplätze für Nutzer von Schulsporthallen wichtiger seien, was heftigen Widerspruch hervorrief.
Nach diesen Tagesordnungspunkten trat eine gewisse Erschöpfung ein, weshalb fast alle Anträge aus den Reihen des Bezirksrats selbst abgenickt wurden. Ansonsten gab es eine Schweigeminute für Rosemarie Hochhut, die lange Jahre Mitglied im Bezirksrat und Stadtrat und zuletzt im Seniorenbeirat war, ferner die Informationen der Verwaltung, dass es für nur 1,28% der im Stadtbezirk befindlichen Bäume Baupaten gäbe und bezüglich des Feuerwache an der Jordanstraße die Verwaltung noch keine weiteren Überlegungen angestellt habe, sondern erst einmal die städtischen Bedarfe prüfe. Von Seiten der anwesenden Bürger*innen gab es die erwartbaren Beschwerden über die Folgen des Maschseefests, sowie Klagen über besoffene Besucher der Gilde-Brauerei und wartende LKW-Fahrer, die die Straße blockieren.
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28.6.19
Bezirksrat Südstadt-Bult Juni 2019
Hauptthema war diesmal ein Bebauungsplan für eine aufgegebene Tankstelle an der Hildesheimer Straße. Interessanterweise wurden die Namen von Grundstückseigentümer und Bauinteressenten nicht in den nichtöffentlichen Sitzungsteil verschoben. Das Grundstück gehört also derzeit der Savvy Group aus Luxemburg, kaufen will die KSG Hannover GmbH, die auch Interesse am benachbarten Aldi-Markt hat, um auf beiden Grundstücken ein Bürohaus mit Supermarkt im Erdgeschoss zu errichten, Das führte zu Widerspruch im gesamten Bezirksrat, der dort lieber Wohnungen statt Büros haben möchte. Die Verwaltungsvorlage wurde in die Fraktion gezogen, nach der Sommerpause steht das Thema somit wieder auf der Tagesordnung.
Bei den Anfragen wollte die SPD wissen, ob die Verwaltung nicht etwas gegen den Bio-Supermarkt am Südbahnhof unternehmen könne, der 35 Euro Gebühren verlangt, wenn man sein Auto dort länger als 90 Minuten stehen lässt. Ist aber ein Privatgrundstück, weshalb das zulässig ist. Der Supermarkt hat jedoch versprochen, außerhalb der Öffnungszeiten nicht mehr kontrollieren zu lassen, das Schild soll aber stehen bleiben, was für die Anwohner bedeutet, rechtzeitig ihre Autos vor Ladenöffnung wegzufahren. Zum Glück gehen die Märkte auf der anderen Straßenseite noch nicht so weit.
Die eigenen Anträge von Rot-Grün, bzw. CDU wurden alle mehr oder minder durchgewunken, darunter auch ein rot-grüner Prüfauftrag an die Verwaltung zur Nachnutzung der Feuerwache in der Jordanstraße. Nur der eher harmlose AfD-Antrag auf Einrichtung eines Trinkwasserbrunnens auf dem Stephansplatz wurde vom Rest des Bezirksrat belehrend abgewatscht, weil es ja einen Trinkwasserbrunnen auf dem benachbarten Oesterleyplatz gibt, zudem das "Refill"-Programm, wo man sich in verschiedenen Läden Wasserflaschen kostenlos auffüllen lassen kann (z.B. im Lola-Laden am Stephansplatz) und überhaupt könnten die Kosten für einen solchen Trinkwasserbrunnen nicht aus dem laufenden Haushalt finanziert werden, sondern dafür sei ein gesonderter Antrag in den nächsten Haushaltsberatungen erforderlich. Ziemlich patzig antwortete der AfD-Vertreter, sein Antrag werde nur deshalb abgelehnt, weil er aus der falschen Partei komme.
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Bei den Anfragen wollte die SPD wissen, ob die Verwaltung nicht etwas gegen den Bio-Supermarkt am Südbahnhof unternehmen könne, der 35 Euro Gebühren verlangt, wenn man sein Auto dort länger als 90 Minuten stehen lässt. Ist aber ein Privatgrundstück, weshalb das zulässig ist. Der Supermarkt hat jedoch versprochen, außerhalb der Öffnungszeiten nicht mehr kontrollieren zu lassen, das Schild soll aber stehen bleiben, was für die Anwohner bedeutet, rechtzeitig ihre Autos vor Ladenöffnung wegzufahren. Zum Glück gehen die Märkte auf der anderen Straßenseite noch nicht so weit.
Die eigenen Anträge von Rot-Grün, bzw. CDU wurden alle mehr oder minder durchgewunken, darunter auch ein rot-grüner Prüfauftrag an die Verwaltung zur Nachnutzung der Feuerwache in der Jordanstraße. Nur der eher harmlose AfD-Antrag auf Einrichtung eines Trinkwasserbrunnens auf dem Stephansplatz wurde vom Rest des Bezirksrat belehrend abgewatscht, weil es ja einen Trinkwasserbrunnen auf dem benachbarten Oesterleyplatz gibt, zudem das "Refill"-Programm, wo man sich in verschiedenen Läden Wasserflaschen kostenlos auffüllen lassen kann (z.B. im Lola-Laden am Stephansplatz) und überhaupt könnten die Kosten für einen solchen Trinkwasserbrunnen nicht aus dem laufenden Haushalt finanziert werden, sondern dafür sei ein gesonderter Antrag in den nächsten Haushaltsberatungen erforderlich. Ziemlich patzig antwortete der AfD-Vertreter, sein Antrag werde nur deshalb abgelehnt, weil er aus der falschen Partei komme.
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28.5.19
Bezirksrat Südstadt-Bult Mai 2019
Über die Mai-Sitzung gibt es nichts Interessantes zu melden. Von Seiten der AfD gab es keine Anfragen, Anträge oder gar Wortmeldungen. Der Vertreter der Piratenpartei stellte 2 Anfragen zur Renovierung, bzw. Erweiterung der Wilhelm-Raabe Schule sowie zur Standortsuche für das Stadtarchiv, das am bisherigen Standort am Am Bokemahle an seine Grenzen stößt.. Dazu gab es auch eine Anfrage der CDU. Fast alle Anträge fanden allgemeine Zustimmung, nur der Antrag der CDU zu einem Bürgerbeteiligungs- und Mängelmeldungsportal für Südstadt-Bult scheiterte, weil es ja schon eine App zum Melden von Mängeln gäbe. Aber was ist mit der Bürgerbeteiligung? Vielleicht gar nicht so wichtig, die Bürgerfragestunde drehte sich um Altpapier auf der Hildesheimer Straße, Müll vor der Wilhelm-Raabe Schule, den Zustand des Radwegs an der Sallstraße, um von Werbefahrrädern blockierte Fahrradanlehnbügel, fehlende Bänke im Moocksgang und der Sichtbehinderung durch eine Litfasssäule an der Geibelstraße.
Den größten Anteil an der Sitzung nahm die Information der Verwaltung zum Verkehrskonzept zum Maschseefest ein. Hier gibt es regelmäßig - aber auch zu allen anderen Veranstaltungen im Umfeld des Maschsees - Beschwerden der Anwohner*innen über zugeparkte Straßen, Bürgersteige usw. Zusammen mit allen im Bezirksrat vertretenen Parteien fordern sie eine Sperrung des Maschseeviertels für alle Besucher des Maschseefests, doch die Verwaltung hofft, mit besserer Verkehrslenkung davonzukommen. Wir werden nach dem 18. August sehen, ob diese Hoffnung sich erfüllt oder radikalere Schritte erforderlich werden.
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Den größten Anteil an der Sitzung nahm die Information der Verwaltung zum Verkehrskonzept zum Maschseefest ein. Hier gibt es regelmäßig - aber auch zu allen anderen Veranstaltungen im Umfeld des Maschsees - Beschwerden der Anwohner*innen über zugeparkte Straßen, Bürgersteige usw. Zusammen mit allen im Bezirksrat vertretenen Parteien fordern sie eine Sperrung des Maschseeviertels für alle Besucher des Maschseefests, doch die Verwaltung hofft, mit besserer Verkehrslenkung davonzukommen. Wir werden nach dem 18. August sehen, ob diese Hoffnung sich erfüllt oder radikalere Schritte erforderlich werden.
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27.3.19
Bezirksrat Südstadt-Bult März 2019
Die März-Sitzung begann mit einer Erinnerung an den 1 Woche zuvor verstorbenen CDU-Bezirksratsherren und ehemaligen Bezirksbürgermeister Dieter Küßner. De mortuis nihil nisi bene, was oft als "Von Toten (soll man) nur Gutes (reden)" übersetzt wird, aber tatsächlich heißt es "Von den Toten nichts außer auf gute Weise", was folgende Interpretationen zulässt: a) Wenn man über einen Toten nichts Gutes zu berichten weiß, sollte man schweigen, oder: b) Man darf Verstorbene auch kritisieren, aber auf eine faire Weise (da sie sich nicht mehr verteidigen können). (zitiert nach www.sprichwoerter.net). Ich habe insoweit nichts von meinem vorherigen Bezirksrats-Posting zurückzunehmen. Dieter Küßner war ein klassischer Politiker, dem es neben der Sache genauso auch um sein öffentliches Ansehen ging.
Nach der Einwohner*innenfragestunde gab es von Seiten der Polizei einen Vortrag zur Kriminalstatistik für Südstadt-Bult. Da der AfD-Vertreter verspätet erschien wurde das Fazit, dass Südstadt-Bult weiterhin ein sicherer Stadtbezirk sei, nicht weiter problematisiert.
Die CDU zog einen ihrer Anträge zurück, der Rest fand allgemeine Zustimmung. Der Antrag der Piratenpartei zur Schulsanierung wurde um einen Besichtigungstermin ergänzt und in der geänderten Fassung akzeptiert. Auch die rot-grünen Anträge fanden zumeist Zustimmung, außer dem Antrag, das Grab von Dietrich Kittner auf dem Friedhof Engesohde zum städtischen Ehrengrab zu erklären. Während CDU und FDP schwiegen und sich enthielten (s.o.) offenbarte der AfD-Vertreter mit seiner Nein-Stimme und der Begründung, dass Kittner Kommunist gewesen sei und die DDR verherrlicht habe, wessen Geistes Kind er ist. Und dann gab es noch den gemeinsamen Antrag der übrigen Bezirksratsmitglieder, der Gehwegbrücke über die Machsee-Quelle den Namen "Brücke für Toleranz und Verständigung" zu geben. Auch hier kam das einzige Nein vom AfD-Vertreter, der mit lauter Stimme von Volkspädagogik, die Widerstand hervorrufen werde, sprach.
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Nach der Einwohner*innenfragestunde gab es von Seiten der Polizei einen Vortrag zur Kriminalstatistik für Südstadt-Bult. Da der AfD-Vertreter verspätet erschien wurde das Fazit, dass Südstadt-Bult weiterhin ein sicherer Stadtbezirk sei, nicht weiter problematisiert.
Die CDU zog einen ihrer Anträge zurück, der Rest fand allgemeine Zustimmung. Der Antrag der Piratenpartei zur Schulsanierung wurde um einen Besichtigungstermin ergänzt und in der geänderten Fassung akzeptiert. Auch die rot-grünen Anträge fanden zumeist Zustimmung, außer dem Antrag, das Grab von Dietrich Kittner auf dem Friedhof Engesohde zum städtischen Ehrengrab zu erklären. Während CDU und FDP schwiegen und sich enthielten (s.o.) offenbarte der AfD-Vertreter mit seiner Nein-Stimme und der Begründung, dass Kittner Kommunist gewesen sei und die DDR verherrlicht habe, wessen Geistes Kind er ist. Und dann gab es noch den gemeinsamen Antrag der übrigen Bezirksratsmitglieder, der Gehwegbrücke über die Machsee-Quelle den Namen "Brücke für Toleranz und Verständigung" zu geben. Auch hier kam das einzige Nein vom AfD-Vertreter, der mit lauter Stimme von Volkspädagogik, die Widerstand hervorrufen werde, sprach.
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27.2.19
Bezirksrat Südstadt-Bult Februar 2019
Bezirksratssitzungen können manchmal etwas langweilig sein, es geht meistens um Straßen, Schulen, Bebauungspläne, die anwesenden Bürger*innen beschweren sich über Kleinkram, den die Verwaltung meistens erst erledigt, wenn sich der Bezirksrat dahinter klemmt, dazu wird Geld am Sportvereine und Kultureinrichtungen verteilt, man ist kurz vor dem Einschlafen und schreckt plötzlich hoch, weil es laut wird und die linke und die rechte Tischreihe laut werden (auch wenn der Vertreter der Piraten auf der rechten Seite seinen Platzt hat, der Vertreter der FDP dagegen auf der linken Seite) und sich streiten und Bezirksratsherr Küssner unsachlich und polemisch wird, woraufhin der SPD-Fraktionsvorsitzende laut Widerworte gibt. Streit gab es diesmal um den CDU-Antrag, eine "Umfrage bei den Anliegern" zur Nutzung der bald freiwerdenden Feuerwache an der Jordanstraße durchzuführen - wobei mir unklar ist, wie eng oder weit die CDU den Begriff "Anlieger" versteht, denn baurechtlich wären das nur die Nachbarn, bzw. die Bewohner auf der anderen Straßenseite, unter denen sich auch keine Kulturinstitution befindet, die die CDU ebenfalls befragt haben möchte. So wie ich die Hannoversche Verwaltung kenne wird sie einen Teufel tun, einen größeren Personen- und Institutionenkreis zu befragen als (bau)rechtlich notwendig. Von Seiten der SPD stieß der Antrag auf totale Ablehnung, sie will keine Umfrage zum jetzigen Zeitpunkt und überhaupt brauche es mehr Wohnraum statt einem Kulturzentrum in der Südstadt. Direkt neben einer Bahnlinie und einem vielbefahrenen Kreuzung ist ja auch der ideale Platz für Wohnungen. (Richtig ist, dass in der Nähe der Feuerwache gerade ein Wohnhaus für Flüchtlinge errichtet wurde, aber für solche Bauvorhaben sind die Schutzvorschriften gelockert.) Die Vermutung der CDU, der SPD ginge es nur darum, der Verwaltung Zeit zu geben, eigene Ziele ohne Einmischung durch die Bürger*innen zu verfolgen, um dann diese vor vollendete Tatsachen zu stellen, klang nicht unlogisch. Der CDU-Antrag wurde trotzdem von Rot-Grün abgelehnt.
Ein rot-grüner Antrag zur Gewährung von Vorfahrtsrechten für Radfahrer*innen auf allen Fahrradstraßen im Stadtbezirk ging ebenfalls nicht lautlos durch. Wer sich jetzt angesichts der Stoßrichtung des Antrags an der Kopf greift (Vorfahrt für Radfahrer*innen auf Straßen, die Radfahrer*innen vorbehalten sind) sei darauf hingewiesen, dass in Hannover Fahrradstraßen grundsätzlich auch für den Autoverkehr freigegeben sind und nicht nur für Anlieger. Trotzdem beschwerte sich der AfD-Vertreter, dass hier systematisch Autofahrer*innen aus ideologischen Gründen benachteiligt würden, wo doch die Autoindustrie für Niedersachsen und Hannover so wichtig sei.
Es gab eine Anfrage zum Böllerverbot zu Sylvester, ob es möglich sei dies auf den Stadtbezirk Südstadt-Bult auszuweiten. Hintergrund ist, dass nach den Vorfällen zum Jahreswechsel 2017/18 diesmal in der Hannoverschen Innenstadt das Abbrennen von Feuerwerkskörper verboten war, mit der Folge, dass sich nunmehr entsprechende Vorfälle wie Werfen von Knallern und Zielen von Raketen auf Personen in die Stadtteile verlagerten. In der Begründung der Anfrage wurde auch auf die enorme Feinstaubbelastung verwiesen, was der AfD-Vertreter herunterspielte.
Der AfD-Vertreter stellte später einen Antrag, dass sie Verwaltung sich mit der Geruchs- und Geräuschbelästigung durch ein Restaurant beschäftigen solle, was ihm von Seiten des Piraten-Vertreters den Hinweis einbrachte, dass er sich selbst widerspreche, wenn er einerseits die Feinstaubbelastung zu Sylvester herunterspiele, dagegen Gerüche und Geräusche eines Restaurants als unzumutbare Belästigung darstelle. Treffer versenkt.
Von Seiten des Piraten-Vertreters gab es 2 Anträge zu öffentlichen Radservicestationen (Luftpumpen) und zum Ausbau der Elektromobilität, die beide angenommen wurden, sowie 2 Anfragen zur Feuerwache Jordanstraße und öffentlichen Ladepunkten für Elektrofahrräder.
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Ein rot-grüner Antrag zur Gewährung von Vorfahrtsrechten für Radfahrer*innen auf allen Fahrradstraßen im Stadtbezirk ging ebenfalls nicht lautlos durch. Wer sich jetzt angesichts der Stoßrichtung des Antrags an der Kopf greift (Vorfahrt für Radfahrer*innen auf Straßen, die Radfahrer*innen vorbehalten sind) sei darauf hingewiesen, dass in Hannover Fahrradstraßen grundsätzlich auch für den Autoverkehr freigegeben sind und nicht nur für Anlieger. Trotzdem beschwerte sich der AfD-Vertreter, dass hier systematisch Autofahrer*innen aus ideologischen Gründen benachteiligt würden, wo doch die Autoindustrie für Niedersachsen und Hannover so wichtig sei.
Es gab eine Anfrage zum Böllerverbot zu Sylvester, ob es möglich sei dies auf den Stadtbezirk Südstadt-Bult auszuweiten. Hintergrund ist, dass nach den Vorfällen zum Jahreswechsel 2017/18 diesmal in der Hannoverschen Innenstadt das Abbrennen von Feuerwerkskörper verboten war, mit der Folge, dass sich nunmehr entsprechende Vorfälle wie Werfen von Knallern und Zielen von Raketen auf Personen in die Stadtteile verlagerten. In der Begründung der Anfrage wurde auch auf die enorme Feinstaubbelastung verwiesen, was der AfD-Vertreter herunterspielte.
Der AfD-Vertreter stellte später einen Antrag, dass sie Verwaltung sich mit der Geruchs- und Geräuschbelästigung durch ein Restaurant beschäftigen solle, was ihm von Seiten des Piraten-Vertreters den Hinweis einbrachte, dass er sich selbst widerspreche, wenn er einerseits die Feinstaubbelastung zu Sylvester herunterspiele, dagegen Gerüche und Geräusche eines Restaurants als unzumutbare Belästigung darstelle. Treffer versenkt.
Von Seiten des Piraten-Vertreters gab es 2 Anträge zu öffentlichen Radservicestationen (Luftpumpen) und zum Ausbau der Elektromobilität, die beide angenommen wurden, sowie 2 Anfragen zur Feuerwache Jordanstraße und öffentlichen Ladepunkten für Elektrofahrräder.
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25.12.18
Bezirksrat Südstadt-Bult Dezember 2018 die Zweite
Die zweite Dezember-Sitzung war relativ kurz und fast alle Anträge fanden allgemeine Zustimmung, sogar ein Bebauungsplan wurde ohne Streit durchgewunken. Okay, die CDU-Anträge mussten einige Federn lassen, aber keiner wurde komplett abgelehnt. Tiefpunkt war eine Anfrage des AfD-Vertreters nach Kosten, die die Unterbringung von Flüchtlingen im Stadtbezirk verursachen würde.
Das Jahresende bietet auch Gelegenheit zu einer kleinen Statistik über die bisherigen Aktivitäten der Parteien im Bezirksrat- mit etwas eingeschränkter Aussagekraft, da Änderungsanträge zum Stadthaushalt fehlen, einige Anträge tauchen zweimal auf der Tagesordnung auf, weil sie beim ersten Mal in die Fraktion gezogen wurden, und die rot-grünen Anträge enthalten auch ein paar Anträge, die die SPD allein stellte:
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Das Jahresende bietet auch Gelegenheit zu einer kleinen Statistik über die bisherigen Aktivitäten der Parteien im Bezirksrat- mit etwas eingeschränkter Aussagekraft, da Änderungsanträge zum Stadthaushalt fehlen, einige Anträge tauchen zweimal auf der Tagesordnung auf, weil sie beim ersten Mal in die Fraktion gezogen wurden, und die rot-grünen Anträge enthalten auch ein paar Anträge, die die SPD allein stellte:
| Anfragen | Anträge | |
| SPD | 12 | 58 |
| Grüne | 31 | |
| CDU | 62 | 68 |
| FDP | 5 | 0 |
| Linke | 2 | 0 |
| Piraten | 16 | 12 |
| AfD | 6 | 4 |
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11.12.18
Bezirksrat Südstadt-Bult Dezember 2018 die Erste
Die zweite Sondersitzung des Bezirksrats Südtstadt-Bult war eine Art Fortsetzung der ersten Sondersitzung von Ende Mai. Wieder berichtete der Finanz- und Ordnungsdezernent Dr. von der Ohe über das Konzept "Sicherheit und Ordnung im öffentlichen Raum" der Stadtverwaltung, diesmal über den Stand der Umsetzung. Nicht weiter aufregend, auch die Fragen der Bezirksratsmitglieder im üblichen Rahmen, die Vertreter der AfD und Piraten mit ihren Fragen nicht weiter auffällig. Eine anwesende Bürgerin hatte die Mitarbeiter*innen der Stadtverwaltung bei ihrer Tätigkeit begleitet und fand lobende Worte. Laut Dezernent wird auch nicht jede Bewerbung angenommen, die Mitarbeiter*innen müssten schon in der Lage sein, mit widerspenstigem Verwalten von angesprochenen Bürgern cool umzugehen (meine Interpretation).Was ich aber gelernt habe: das Thema Schrottfahrräder im öffentlichen Raum und deren Entsorgung ist diffizil: solange ein Fahrrad wieder gebrauchsfähig gemacht werden kann ist es kein Schrott und die Entsorgung wäre daher Diebstahl. Schrott ist nur, was nicht wieder gebrauchsfähig gemacht werden kann. Also ein platter Reifen oder ein fehlender Sattel reichen nicht. Möglicherweise ist auch ein verbogenes Vorderrad kein Argument für Schrott. Wenn da aber ein Fahrradrahmen ohne Lenker, Sattel und Räder an der Laterne angekettet ist – nun, auch da könnten Juristen unterschiedlicher Meinung sein. Ist sicher unwirtschaftlich, daraus wieder ein fahrtüchtiges Gefährt zu machen, aber möglich könnte es schon sein...
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