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2.5.24

Duane Eddy R.I.P.

Vermutlich war es Duane Eddy, der mich darauf brachte, Gitarre zu spielen. Leider sind die schönen Ausschnitte aus seinem Musikladen-Auftritt von 1975 nur bei YouTube selbst ansehbar. Daher hier sein Auftritt aus dem gleichen Jahr bei Top Of The Tops. Leider werden auf der LP die Namen der Sängerinnen verschwiegen.

Hier die Musikladen-Setliste:
Peter Gunn
Because They're Young
Rebel Rouser
Play Me Like You Play Your Guitar (mit The Rebelettes)
Cannonball Rag
Son of the Guitar Man (mit Ded Abbott)
Movin' 'N' Groovin'
Forty Miles Of Bad Road
Three-30-Blues

16.1.24

E.A. Wehmer R.I.P.

Gestern abend erreichte mich die Nachricht, dass Ernst-August Wehmer gestorben ist.
E.A. war bekanntermaßen der Sänger von ROTZKOTZ, der vermutlich ersten Punkband von Hannover. Weniger bekannt ist, dass er 1983-85 Sänger von BEATKLUB war, der angeblichen New Wave-Supergruppe aus Hannover (bestehend aus Mitgliedern von DER MODERNE MAN, ROTZKOTZ und BÄRCHEN UND DIE MILCHBUBIS), die es auf ca. 5 Auftritte und 2 Studio-Sessions brachte. Die geplante LP wurde von Alfred Hilsberg auf eine Mini-LP zusammengestrichen und ist die letzte Veröffentlichung auf ZickZack vor dem Crash, weshalb sie umgehend in den Ramschkisten des Eigenstein-Vertriebs landete.
Ich traf E.A. das letzte Mal im Herbst 2019 auf der letzten Plattenbörse vor Beginn der Covid 19-Pandemie, wo er auf der Suche nach DVDs von Paul McCartney war. Klar, er war 10 Jahre älter als ich und überredete mich damals, Rhythmusgitarre bei den WAS NUN-ALLSTARS zu spielen, wo ich viele 60ies-Klassiker kennenlernte. E.A. spielte dort Schlagzeug, falls ich mich richtig erinnere, was er auch bei TINY TRASH UND DIE NEUE WELT und CÄPT'N MIEBO + DIE WELLENBRECHER tat. Ich fragte ihn, ob er zu dem kommenden Auftritt von DER MODERNE MAN im Cafe Glocksee kommen wolle und er wollte es sich überlegen. Er kam nicht.
Ernie, Ruhe in Frieden.
Foto 30.10.1983 in den MINT-Studios, Fotograf unbekannt

20.2.22

Frank Puin R.I.P.

Frank Puin (21.12.1943 - 13.02.2022) zusammen mit Helga Novak im August 1996 vor dem Hauptbahnhof Hannover
R.I.P.

31.3.21

Der Tod von Kurt Cobain - die Geschichte muss neu geschrieben werden

Vor einigen Tagen veröffentlichte die Frankfurt University of Applied Sciences (früher Fachhochschule Frankfurt) ein Statement über Gemeinsamkeiten von Menschen, die an Schizophrenie leiden, und Menschen, die dem Glauben an Verschwörungstheorien anhängen. Beide Gruppen würden die Tendenz aufweisen, voreilige Entscheidungen zu treffen, die meist nur auf wenigen Beweisen basieren. Sie würden eher intuitiv und weniger analytisch denken. Sie würden sich sehr schnell entscheiden, ohne viele Informationen zu sammeln.

Neue Informationen können bisherige Theorien in Frage stellen, ganze Gedankengebäude zum Einsturz bringen. Wie zum Beispiel die Biographie über Janis Joplin vom Myra Friedman, die mir heute in die Hände fiel. Joplin starb bekanntermaßen an einer Überdosis Heroin, eine Überdosis war auch beim Tod von Kurt im Spiel und hat zu Spekulationen über ein Mordkomplott geführt, weil jemand mit einer Überdosis sofort tot umfallen würde und sich daher keine Flinte mehr in den Mund stecken könne. Aber stimmt das?

Friedman schreibt, nachdem sich Joplin den tödlichen Schuss gesetzt habe habe sie das Spritzbesteck weggeräumt, sei zur Hotelrezeption gegangen um Geld für den Zigarettenautomaten zu wechseln und mit den Zigaretten zurück in Hotelzimmer gegangen. "Sie schloß die Tür hinter sich, machte noch ein oder zwei Schritte und fiel dann hin wie eine Puppe, die zu Boden geschleudert oder einfach umgestoßen wurde." (Seite 317)
"Eine Menge mysteriöser Vermutungen umgibt die Tatsache, dass Janis nicht sofort starb. Einige Leute waren der Meinung, dass eine Heroinüberdosis sich nicht in dieser Weise auswirkt. Doch der ärztliche Leichenbeschauer von New York teilte mir mit, dass eine zeitliche Verzögerung zwischen der Injektion und dem Eintritt des Todes nicht ungewöhnlich sei." (Seite 319)

Friedmans Biographie über Joplin erschien 1991, 3 Jahre vor Cobains Tod. Sie ist vollkommen unbeeinflusst von den zukünftigen Ereignissen, ihre Aussage kann als unvoreingenommen angesehen werden. Eine Heroinüberdosis führt also nicht zwangsläufig zum sofortigen Tod. Es war somit Kurt Cobain ohne weiteres möglich, sich eine Überdosis zu setzen, seinen Abschiedsbrief zu unterschreiben und sich dann die Flinte in den Mund zu schieben und abzudrücken. Damit löst sich der zentrale Baustein der Theorie, dass Cobain ermordet wurde, in Luft auf. Es bleibt nur noch Selbstmord übrig. Akte geschlossen.

Warum ich das alles schreibe? Weil mich vor wenigen Wochen mal wieder jemand eine E-Mail schickte, um Fragen zum "ungeklärten Tod" von Kurt Cobain mit mir zu diskutieren. Ungeklärt am Tod von Cobain ist aber nichts mehr, auch wenn zweitklassige Journalist*innen immer mal wieder mit dem Aufwärmen von Gerüchten und suggestiven Fragestellungen versuchen, ein paar Zeilen zu schinden und Sendeminuten zu füllen. Es ist diese Art von "Lügenpresse", die die Menschen daran hindert, Fakten wahrzunehmen und sie gegeneinander aufhetzt. Es gibt Themen, die brandgefährlicher sind als der Selbstmord von Cobain, aber die Methode ist immer die gleiche.

The death of Kurt Cobain - history has to be rewritten

A few days ago the Frankfurt University of Applied Sciences (formerly Fachhochschule Frankfurt) published a statement about similarities between people who suffer from schizophrenia and people who believe in conspiracy theories. Both groups would have a tendency to make hasty decisions, mostly based on little evidence. They would think more intuitively and less analytically. They would make up their mind very quickly without gathering a lot of information.

New information can call previous theories into question and bring entire structures of thought to collapse. Like, for example, the biography of Janis Joplin from Myra Friedman, which I got my hands on today. Joplin is known to have died of a heroin overdose, an overdose was also involved in Kurt's death and has led to speculation about a murder plot because someone with an overdose would drop dead immediately and therefore could no longer put a shotgun in his/her mouth. But is that true?

Friedman writes that after Joplin took the fatal shot, she put away the syringes, went to the hotel reception to change money for the cigarette machine and went back to the hotel room with the cigarettes. "She closed the door behind her, took another step or two, and then fell like a doll that was thrown to the ground or simply knocked over." (Page 317)
"There is a lot of mysterious suspicion surrounding the fact that Janis did not die instantly. Some people have felt that a heroin overdose does not work in this way. But the New York medical examiner informed me that a time lag between the injection and death was not uncommon." (Page 319)

Friedman's biography of Joplin appeared in 1991, 3 years before Cobain's death. It is completely unaffected by future events, its statement can be viewed as impartial. So a heroin overdose does not necessarily lead to immediate death. Kurt Cobain was thus easily able to overdose himself, sign his suicide note and then put the shotgun in his mouth and pull the trigger. This dissolves the central building block of the theory that Cobain was murdered in thin air. All that remains is suicide. Case closed.

Why am I writing all this? Because a few weeks ago someone sent me an e-mail to discuss questions about Kurt Cobain's "unexplained death" with me. However, nothing is left unanswered about Cobain's death, even if second-rate journalists try again and again by warming up rumors and suggestive questions to flay a few lines and fill up broadcasting minutes. It is this type of "fake news" that prevents people from perceiving facts and incites them against one another. There are subjects that are more dangerous than Cobain's suicide, but the method is always the same.

23.1.20

Guz R.I.P.

Oliver "Guz" Maurmann, der Sänger der Aeronauten, ist am 19. Januar im Alter von 52 Jahren verstorben (gemeldet u.a. von spiegel.de), ein Tod, der mir auch wegen der Umstände (Warten auf ein Spenderherz) nahe geht. Auch wenn ich länger keine seiner Solo-CDs oder der Aeronauten gehört habe, allein wenn mir bei Aufräumen eine in die Hände fällt gibt mir das ein Gefühl der Wärme und Übereinstimmung. Doch es gibt noch soviel anderes zu tun, manches muß warten - und dann ist es zu spät...

18.7.19

Richard Gleim R.I.P.

ar/gee gleim, der Fotograf hinter dem gnogongo-Blog, der "Guter Abzug"-Box und den Büchern "ZK-DIE TOTEN HOSEN die frühen Jahre" und - in diesem Jahr erschienen - "Geschichte wird gemacht", ist am 16. Juli im Alter von 78 Jahren gestorben. Ich habe seinen Blog regelmäßig besucht, weil er viele Fotos aus der damaligen Aufbruchszeit aus Düsseldorf gepostet hat. Das ist in letzter Zeit weniger geworden, dafür gab es vermehrt Videos von kenFM und Ähnliches. Einen etwas kritischen Kommentar von mir hat er nicht freigeschaltet, was doch irritierend war - wobei ich zugebe dass meine Meinung zu kenFM und Daniele Ganser nur aus zweiter Hand stammt, aber ich bin halt kein Rentner, der die Zeit hat sich das alles reinzuziehen und, was mein Anspruch an mich wäre, das nicht nur zu konsumieren, sondern sich kritisch damit auseinander zu setzen (Fakten prüfen, andere Meinungen einholen und so). Der letzte Blogeintrag stammt von Ende Juni, das darauf folgende Schweigen war etwas überraschend, vielleicht ein Art Urlaub vom bloggen? Aber dann war es doch etwas anderes... Anyway, seine hinterlassenen Fotos (andere haben diese mit dem Teil ihrer Jugend entsorgt) garantieren ein ewiges Leben und werden Stoff für zukünftige Historikergenerationen sein.

Update 18.10.2019: Die Webseite gnogongo.de ist seit einigen Tagen abgeschaltet, die Fotos somit nicht mehr erreichbar...

23.1.18

Who killed Tom Petty?

Tom Petty wurde am 2. Oktober 2017 wegen Herzstillstandes ins Krankenhaus eingeliefert, wo er noch am gleichen Tag verstarb. Der 3 Monate später veröffentliche Autopsiebericht nennt neben zahlreichen Erkrankungen als Todesursache eine Überdosis Schmerzmittel. Da geht also jemand mit angebrochener Hüfte, Lungen- und Knieproblemen auf eine Tournee mit 53 Terminen. Wieso? Geldmangel? Druck seitens der Plattenfirma, Management und/oder Begleitmusiker? Falsche Beratung durch seine Ärzte? Oder schlicht Selbstüberschätzung? "Keeping his commitment to his fans" ist die Erklärung seiner Familie - als ob seine Fans keine Verständnis dafür gehabt hätten, wenn Petty wegen gesundheitlicher Probleme die Tournee verschoben oder ganz abgesagt hätte.

Spätestens im August, als Petty 3 Konzerte wegen Kehlkopfentzündung, was unter anderem ein Symptom für Lungenemphysem (Lungenaufblähung, eine Krankheit, die den Sauerstoffaustausch in der Lunge vermindert) ist, verschieben mußte, und bei ständigen Schmerzen hätte ein vernünftiger Mensch die Reißleine gezogen. Stattdessen holte Petty die ausgefallenen Konzerte nach und gab sein letztes Konzert am 25. September in Los Angeles. Am 2. Oktober 2017 erfuhr er, dass seine Hüfte jetzt ganz gebrochen sei. Vermutlich wegen unerträglicher Schmerzen warf er zuviel Fentanyl (das Zeug, dass Prince auf dem Gewissen hat und gerüchteweise jetzt auch Dolores O’Riordan, fällt in Deutschland unter das BtMG) und Oxycodon (laut Wikipedia 1990 in Deutschland wegen des sehr hohen Sucht- und Missbrauchspotentials vom Markt genommen) ein, was zu einem Herzstillstand und anschließendem Ableben führte.

Dass die USA ein gravierendes Schmerzmittelproblem haben hat inzwischen auch "45" gemerkt, doch wird er, der doch "deals" für die beste Erfindung seit geschnittenem Brot hält, es wagen, den Pharmakonzernen die "deals" mit verschreibungspflichtigen Medikamenten wegzunehmen?

18.4.17

Allan Holdsworth Trio

Allan Holdsworth/Chad Wackerman/Ernest Tibbs
  am 9.11.2010 in Leverkusen - einen Tag vorher in Hannover im Jazzclub gesehen, wo es Phasen gab, in denen Holdsworth sein Spiel so sehr dekonstruierte, dass Bassist Ernest Tibbs nicht mehr mitkam und ausstieg. Nach dem Jazzclub-Gig meinte er draußen doch auf die Frage wo seine Bandkollegen sind "…I’m the bad guy, I drink!" Und über die Genauigkeit der Deutschen im Zug auf Fahrdauer oder Zeitangaben… "of a German tells you it's five minutes, it's five fucking minutes".
 Danke an Christoph für die Erinnerung
R.I.P.

12.5.16

Peter Behrens

 Peter Behrens, verstorben am 11.5.2016
Eigentlich mache ich keine Postings über verstorbene Musiker mehr, aber hier eine Ausnahme, da ich zusammen mit Christoph das Glück hatte, Peter Behrens auf der Lesetour zu seiner Biografie - hier am 26.12.2014 in Altwarmbüchen vor den Toren Hannovers - zu erleben. Wir hätten ihn gern in unserer Radio-Sendung "Die Lange Nacht der Schlafenden" dabei gehabt, wo wir Musik von Kralle Kravinkel gespielt haben, aber dafür war er leider zu müde. Rest in peace.

3.6.15

Fiete Münzner

Der am 4.März 2015 verstorbene Volks- und Stimmungssänger Fiete Münzner war eher für Seemannslieder bekannt, diese Single ist daher vielleicht seinem hannoverschen Management geschuldet.

Fiete Münzner "Zum Volks- und Schützenfest"
Ein Hoch der Lüttjen Lage (Kotrbcek - Chmiel - Schössler) / 2 Schützen (Kotrbcek - Chmiel - Schössler)
Musik und Arrangements: Fritz Kotrbcek/Claus Chmiel / Text: Heinz Schössler / Eine MC Michael Prüfer Produktion / Kontaktanschrift: Artists Promotion, Michael Prüfer, Kerstingstr. 18, 3000 Hannover 1, Tel.: (0511) 81 20 51
7“, ohne Label, 66.11344 (1982) (download)

8.1.15

Je suis Charlie

Eigentlich habe ich Mitleid mit den Tätern weil sie so schwach in ihrem Glauben sind. Wären sie glaubensstark würden sie doch über allen Anfeindungen von außen stehen, alle Witze über ihren Propheten ertragen.

Nachtrag: Ich interpretieren "Je suis Charlie" nicht als "Ich bin gegen den Islam", sondern als "Ich bin für Presse- und Satirefreiheit".

27.10.14

Dieser Moment...

Eigentlich habe ich Samsatg die Sendung auf arte über Pink Floyd nur gesehen für diesen einen Moment...
...und tatsächlich, da war: Syd Barrett betritt während der Aufnahmen von Pink Floyd zu "Wish You Were Here" die Abbey Road Studios und keiner erkennt ihn...

13.8.14

Goodbye Gisela

Daß Gisela Jonas-Dialer gestorben ist habe ich erst jetzt mitgekriegt, die Schwabinger Gisela, die mit dem "verruchten" Chanson "Der Nowak". Gestorben ist sie am 25.7., aber bemerkt habe ich es erst neulich, als ein Artikel auf sueddeutsche.de über ihre Beerdigung erschien. Eigentlich habe ich es aufgegeben, Verstorbene in diesem Blog zu würdigen, aber ich habe vor 4 Jahren über Gisela geschrieben und Gisela hat sogar über eine Freundin einen Kommentar hinterlassen, was mich sehr freute. Wenn man bedenkt welchen Aufruhr ihre Lieder vor über einem halben Jahrhundert in Westdeutschland hervorgerufen haben ist es eher traurig, dass ihr Tod nur in den Münchener Zeitung Nachhall fand...
Zum weiterlesen: "Viele dachten, ich sei ein männermordendes Weib", "Manche Gäste wollten lieber unerkannt bleiben" und "Alles Gute, du Engel von Schwabing!".

23.7.14

University Orchestra

This is an interesting record about a politician from Kenya. en.wikipedia.org gives the following informations: Josiah Mwangi Kariuki (March 21, 1929-March 2, 1975) was a Kenyan socialist politician during the administration of the Jomo Kenyatta government. He held different government positions from 1963, when Kenya became an independent country, to 1975, when he was assassinated. He left behind three wives and many children.
University Orchestra (Benga-Bidunda)
The Late (Marehemu) J.M.Kariuki Pt.1 (Mwanjalla, Opiyo, Wanjau, Mutungi & Kazungu) (English/Swahili) / The Late (Marehemu) J.M.Kariuki Pt.2 (Mwanjalla, Opiyo, Wanjau, Mutungi & Kazungu) (English/Swahili)
7" Swaga SWAK 7-3203 (P) 1975 (download)