18.10.06

Nach der Wahl ist vor der Wahl


Inzwischen vermute ich, dass dieses Wahlplakat mit Absicht über einem Monat nach der Kommunalwahl noch vor dem Eingang der Agentur für Arbeit hängt, wahrscheinlich zur Agitation des Prekariats. Was aber nicht funktionieren kann, weil ja diese bildungsfernen Schichten nach Ansicht des Potsdamer Fernsehwissenschaftlers Lothar Mikos Fernsehsendungen mit Kultur, Politik und Geschichte vermeiden, insbesondere Nachrichten, Polit- und Kulturmagazine oder zeithistorische Dokumentationen (Wer sieht sich dann noch die McHistory-Filmchen von Guido Knopp an?). Also wird sich das Prekariat auch nicht für politische Plakate im öffentlichen Raum interessieren, weil "die da oben" sich ja eh nur um ihren Geldbeutel, aber sich nicht um "uns(eren Geldbeutel)" kümmern. Tja, wie schafft man es als Politiker, nicht mit Politikern in einen Topf geworfen zu werden?

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